Jazz-Workshop mit Dietmar Fuhr

Die Jazz-Initiative Frankfurt und das Dr. Hoch’s Konservatorium Frankfurt veranstalten am Samstag, 17. Mai, gemeinsam einen Jazz-Workshop mit Lehrbeauftragten des Konservatoriums: Steffen Weber (sax), Paul Hochstädter (dr), Martin Scales (git) und Kontrabassist Dietmar Fuhr.
Dietmar Fuhr verfeinerte bei einem längeren Aufenthalt in New York seine musikalischen Fertigkeiten. Seit dieser Zeit ist er ein gefragter Musiker der deutschen und europäischen Jazzszene. Seit 2009 unterrichtet Dietmar Fuhr als Dozent für Jazz-Kontrabass an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Seit 2011 auch an Dr. Hoch’s Konservatorium.
Zielgruppe: Schüler/Studenten, Amateur-Musiker, Semi-Profis. Keine Altersbegrenzung – Grundkenntnisse am Instrument werden aber vorausgesetzt. Der Workshop steht auch Jazzmusikern offen, die nicht am Konservatorium studieren. Teilnahmegebühr: 45 €, Anmeldung bis spätestens 10.05.2014 auf www.jazz-frankfurt.de bzw. http://goo.gl/y01fif

Am Vorabend des Workshops (16.5., 19:30 Uhr) geben die Dozenten ein Konzert im Konservatorium, der Eintritt ist frei.

Veröffentlicht unter Jazz | Hinterlasse einen Kommentar

Lundgaard Amps

Seit kurzem bin ich Besitzer eines Lundgaard »Double« Amps. Diese feinen und sehr raren Geräte werden von dem dänischen Kontrabassisten Jesper Lundgaard (Thad Jones/Mel Lewis Bigband) konzipiert und in Kleinserie hergestellt. Erhältlich sind sie nur bei Jesper Lundgaard direkt.

Nicht nur der exklusive Vertriebsweg erinnert an die legendären Walter Woods Amps, den Klassiker schlechthin im Bereich der Kontrabassverstärkung. Auch rein äußerlich, bei Format und Farbe, nimmt Jesper Anleihen bei WW, ohne dass sein Amp eine Kopie oder gar ein Plagiat wäre. Im Gegenteil: Jespers Amp ist vollgestopft mit pfiffigen Details und bietet alles, was man heute von einem modernen Kontrabassamp an Schnittstellen, Anschlüssen und Ausgängen erwartet.

Lundgaard amp

Der Double ist als Topteil, oder in ein Lautsprechergehäuse eingebaut als Comboamp erhältlich. Das Erste, was mit beim Auspacken des Combos aus der mitgelieferten Tragetasche auffällt: der ist ja leicht! Man muss wohl lange suchen, bis man einen Amp mit besserem Verhältnis von Größe und Leistung zu Gewicht findet – ein untrügliches Zeichen dafür, dass hier ein praktizierender Bassist am Werke war. Allerdings ist es nicht ganz richtig, hier nur von einem Bassamp zu sprechen: grundsätzlich ist der Amp auch für Gitarre, Keyboard, Geige oder Gesang geeignet, und hat zu diesem Zweck auch eine Reihe von Effekten wie Hall und Echo eingebaut.
Der Double verfügt über zwei Kanäle, jeweils mit Gain, Bass, low mid, high mid und Treble-Regler. Kanal A ist mit einer Klinke-XLR-Kombibuchse ausgestattet, Kanal B mit konventionellem Klinkeneingang und piezotauglichen 3 Megaohm Eingangsimpedanz. Für beide Kanäle gibt es jeweils einen Phasenumkehrschalter, einen lowcut-Filter und einen Mute-Schalter. Ein gewählter Effekt lässt sich entweder gleichermaßen in beide, oder zu unterschiedlichen Anteilen in beide Kanal mischen und über einen mitgelieferten Fußtaster ein- und ausschalten. Zusätzlich zu den 16 eingebauten Effekten gibt es auf der Rückseite noch einen Einschleifweg für externe Effekte. Außerdem sind auf der Rückseite noch weitere praktische Features verbaut: ein Ground Lift-Schalter, zwei Lautsprecher-Ausgänge (als klinke-speakon-Kombibuchse), ein Pad-Schalter für Kanal A (um die Eingangsempfindlichkeit zu reduzieren, praktisch für Pickups mit besonders hohem Ausgangspegel), ein symmetrischer (Klinke) und ein asymmetrischer Ausgang (XLR) des Summensignals und je ein separater Direct Out (XLR) von Kanal A und B. Damit ist man eigentlich für alle möglichen Bühnensituationen umfassend gewappnet.

IMG_0160
Die Endstufe des Amps hat 500 Watt, und kommt als Combo entweder mit 8- oder 10-Zoll Lautsprecher. So viel zu den harten Fakten. Und wie bewährt sich der Lundgaard-Amp nun in der Praxis? Er ist ein »no-brainer«: einstöpseln, die Mitten etwas rausdrehen, fertig! Der Klang ist rund, ausgewogen und trotzdem durchsetzungsstark. Genau das erwartet man von einem Bassamp – der Rest ist Geschmacksache. Meinen hat er getroffen!

Weitere Infos und Bezug direkt über die Website von Jesper Lundgaard: www.lundgaardamps.com

Veröffentlicht unter elektr. Verstärkung | Hinterlasse einen Kommentar

Fifths Tuning Club, Sektion Deutschland

Der Bassist Maurice Kühn spielt seit einiger Zeit seinen Bass in Quinten. Ein Urvater der Quintenbassisten ist ja Red Mitchell, der bereits in den 1960ern den Quarten den Rücken kehrte. Von ihm stammt auch der Begriff „Fifths Tuning Club“. Viele Mitglieder hat dieser exclusive Club bis heute allerdings nicht … Maurice hat auf seiner Website einige zusammengetragen, und sucht noch weitere Mitstreiter.

 

Veröffentlicht unter Bassbau, Jazz, Klassik | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Steg-Souvenir

Bassist Johannes Schaedlich schreibt in seinem Blog von einem auffallenden Stegrohling, den er von einer Reise in Polen mitbrachte, und sinniert über Kontrabassstege im Speziellen und den ehemaligen Ostblock im Allgemeinen.

Veröffentlicht unter Bassbau, Instrument | Hinterlasse einen Kommentar

Vom Mythos alter Instrumente

SPON berichtet mal wieder über einen Blindfold-Test mit alten Meistergeigen und urteilt: “Moderne Geigen klingen besser als alte Stradivaris“. Zehn Solisten hatten für eine Untersuchung der Universität Sorbonne (Paris) verschiedene Geigen, darunter Meistergeigen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, blind miteinander verglichen. Ergebnis: der Favorit ist eine neue Geige, und die Stradivari war im Blindtest nicht zu erkennen.

Wie dem auch sei: dass von alten Instrumenten dennoch eine einzigartige Faszination ausgeht, bedarf wohl keines wissenschaftlichen Beweises.

Veröffentlicht unter Instrument | Hinterlasse einen Kommentar

Bassist of the Day: Scott LaFaro

Heute vor 78 Jahren kam Scott LaFaro zur Welt. LaFaro wurde als Bassist in Bill Evans’ legendären Trio bekannt, und spielte außerdem mit Chet Baker, Ornette Coleman, Sonny Rollins und dem Stan Kenton Orchestra. 1961, nach erst sechs Jahren als Jazzbassist, starb er bei einem Autounfall.

Barrie Kolstein, Bassbauer aus Baldwin, New York, hat am heutigen Geburtstag Scott La Faros bekannt gegeben, LaFaros Instrument der International Society of Bassists zu schenken. Der Kontrabass aus der Werkstatt Abraham Prescotts wurde bei dem Autounfall stark beschädigt und von Barry Kolstein in den 1980ern restauriert.

The Kolstein and LaFaro families have had a long and affectionate relationship of almost 60 years. Barrie’s father Sam Kolstein first met Scott LaFaro when they were introduced by George Duvivier, a first-call bassist in New York City who recommended that Sam work on a bass Scott had recently acquired and brought Scott to meet Sam at Sam’s shop. Upon hearing Scott trying out instruments in the shop, “Sam looked at George and simply said ‘Who it that and what is that?’” Barrie recalls. “You have to understand that even by today’s standards, Scotty’s playing would turn heads, but back in those years, his style of playing was unheard of and completely unique in every aspect.”

After Scott’s death in a car crash, a heartbroken Sam purchased the badly damaged bass from Scott’s mother with a promise that it would be restored and played again. But it was his son Barrie who eventually undertook the arduous restoration decades later, and Scott’s bass returned to the world in 1988 at the ISB’s convention in Los Angeles. Since then Barrie has been the steward of the Scott LaFaro Bass, becoming friends with Scott’s sister and biographer Helene LaFaro-Fernandez in the process, and making the bass available for recordings (notably by Marc Johnson and Phil Palombi) and live performances.

The International Society of Bassists gives the Scott LaFaro Prize to the first place winner in its biennial jazz competition thanks to support from Scott’s four sisters and the endowment fund they created for the ISB in memory of their brother. Now, with the gift of the Scott LaFaro Bass, the ISB will make the instrument available for performances by ISB members as part of a future Scott LaFaro Archives at Ithaca College in Ithaca, New York, where Scott’s father, a violin virtuoso and band leader, attended in the early days of the conservatory and where Scott went to classes for a year before leaving school for a career that continues to grow in legend and influence. Until the archives are ready to receive the instrument, the Scott LaFaro Bass will continue to reside at Kolstein Music.

“Thanks to Barrie Kolstein’s extraordinary and extremely generous gift to the ISB, which raises our net worth by six figures, the residency of Scott’s bass at Ithaca College will be a lasting tribute,” says ISB general manager Madeleine Crouch. Nicholas Walker, professor of bass at Ithaca College, adds, “For bassists everywhere, Scott LaFaro’s sound and musicianship have been a deep source of inspiration. Both the LaFaro and Kolstein families are committed to keeping us all connected to the man behind that sound, a man they loved dearly. The creation of a living archive at Ithaca College will make it possible for future generations of bassists to come into direct contact with his instrument and the materials that helped shape Scott LaFaro as an artist. What a gift to us all!”

With some 3,000 members in over 40 countries, the International Society of Bassists is dedicated to the double bass. www.ISBworldoffice.com

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Stimmstock kontra Decke

stimmstock-abdruck

Ein Kontrabass, den ich gerade in der Werkstatt habe, musste zur Reparatur des Bodens und Zargenkranzes aufgemacht werden. Dabei kam auch ein Schaden an der Decke zum Vorschein, hervorgerufen durch den Stimmstock. Da, wo dieser üblicherweise steht, weist die Decke mehrere Abdrücke auf. Solche Abdrücke entstehen, wenn ein Stimmstock verkantet aufgestellt wird, oder wenn der Stimmstock eigentlich zu lang ist. Ein Beispiel dafür, dass man schon wissen sollte, was man tut, bevor man als Bassist selbst am Stimmstock Hand anlegt. In noch schwerwiegenderen Fällen kann es auch zu einem Riss der Decke kommen, dem sogenannten Stimmriss. Da hilft dann nur ein Stimmfutter, dass in die Decke eingearbeitet wird und deswegen eine ziemlich aufwändige Reparatur ist.

In diesem Fall ist das nicht erforderlich. Das Werkzeug der Wahl ist hier ein Lötkolben.  Und ein feuchtes Tuch, das man aufgebauscht auf die Abdruckstelle legt. Vorsichtig tupft man mit dem Lötkolben auf das Tuch, so dass das Wasser verdampft und in die Holzfaser dringt. Die komprimierte Stelle quillt durch den Wasserdampf wieder etwas auf, und mit etwas Glück glättet sich der Bereich fast vollständig – so auch in diesem Fall.

Veröffentlicht unter Bassbau | Hinterlasse einen Kommentar

Musikmesse Frankfurt

Etwas früher im Jahr als bisher findet dieses Mal die Musikmesse statt: vom 12. bis 15. März.
Die Streichinstrumente und damit auch der Kontrabass ist ja seit letztem Jahr in Halle 3.1  zu finden – dort werde auch ich anzutreffen sein (Stand H27: Concord Group / Christopher Bass / Eminence Electric Upright). Vielleicht sehen wir uns ja … ?

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

French Bow Research Institute

Brigitte

 

Wer sich für Bögen interessiert, findet auf der Website bzw. im Newsletter des French Bow Research Institute viele interessante Informationen.

Das FBRI ist eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Forschungsstelle mit Sitz in Paris.
Die Experten arbeiten bewerten die Streichbögen bedeutender französischer Bogenmacher wissenschaftlich auf ihre Authentizität. Dabei bedienen sich die Experten der Werkzeugstrukturanalyse, der Modellbasierten Analyse
sowie in der Bestimmung der im Bogenbau verwendeten Metalle wie Gold, Silber oder Nickel über die Metalldatenbank und der fortlaufende Ausbau der Ebenholzdatenbank.

Bassbögen wurden bisher zwar noch nicht unters Mikroskop genommen – die wissenschaftliche Akribie, die die Experten an den Tag legen ist dennoch faszinierend.

Veröffentlicht unter Bassbau | Hinterlasse einen Kommentar

Der NDR live aus der Werkstatt von Heiner Windelband

NDR bei Heiner

Kürzlich war der NDR bei Kontrabassbauer Heiner Windelband zu Gast. Die Sendung kann man in der NDR-Mediathek online anschauen. Produziert und gesendet wurde der Beitrag übrigens live. Deswegen wurde auch deswegen meine Lieblingsstelle, wo sich die Moderatorin vertrottelt das Mikro wegnehmen lässt, nicht rausgeschnitten ;-)

 

 

Veröffentlicht unter Bassbau | Hinterlasse einen Kommentar

Hochschulen in Deutschland

Uff. Seit September lag mein Kontrabassblog lahm, weil nach einem Update die Datenbankanbindung klemmte. Wie so oft bei solchen Sachen war die Ursache eine Kleinigkeit … aber dennoch dauerte es, bis ich mal Zeit und Muße fand, der Sache tiefer auf den Grund zu gehen und den Fehler zu finden und zu beheben.

Jetzt, wo mein Kontrabass-Weblog wieder rund läuft, habe ich mir auch gleich wieder etwas Mühe gemacht, und alle Kontrabass-Studienmöglichkeiten in Deutschland erfasst und in einer Tabelle zusammengestellt. Gegliedert nach Ort und Hochschule habe ich auch die Lehrenden erfasst, sowie die möglichen Abschlüsse.
Die Tabelle ist noch nicht ganz komplett, und sicherlich auch nicht fehlerfrei. Wer Ergänzungen oder Korrekturen hat, möge sie mir bitte mitteilen, ich aktualisiere das dann gerne. Kleine Anekdote am Rande: weil ich nicht “zu Fuß” alle Websites der Hochschulen abklappern wollte, habe ich mit einem E-Mail-Serienbrief die Büros der Hochschulen angeschrieben, und um die Infos gebeten. In fast allen Fällen wurde dabei der Jazz-Studiengang verschwiegen. Das sagt hoffentlich nicht allzu viel über den tatsächlichen Stellenwert des Jazz an den Hochschulen aus …

Veröffentlicht unter Allgemein, Jazz, Klassik | Hinterlasse einen Kommentar

Geba-Treffen

Im Kontrabass-Forum GEBA kam unlängst der Gedanke auf, sich nicht nur virtuell, sondern auch mal in Realita zu treffen, um sich auszutauschen, zu Jammen und nicht zuletzt um Bässe, Tonabnehmer und Saiten zu vergleichen und auszuprobieren. Ein solches Treffen ist nun geplant, und zwar am Nachmittag des 29. September. Treffpunkt ist im Rheingau – weitere Infos gibt’s auf Anfrage im GEBA-Forum. Ich werde auch da sein, und u. a. meinen Pickup-Testbass mitbringen.

Veröffentlicht unter Termin | Hinterlasse einen Kommentar

Neues Übematerial

DiscoverDoubleBass.com ist eine neue Website des britischen Bassisten Geoff Chalmers. Er veröffentlicht dort frei zugänglich Lehrvideos in HD-Qualität, die sich mit Themen wie Haltung (Stehen oder Sitzen), Skalen, Arpeggios, Linke Hand, Rechte Hand, Lagenwechsel uvm. beschäftigen. Die Lehrvideos richten sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene.

Jazzleadsheets.com ist ein Anbieter von Transkriptionen. Im Bereich bass corner findet man eine Auswahl an Stücken, in denen der Bass im Vordergrund steht und somit eine gute Anregung für das eigene Repertoire sein können.

 

Veröffentlicht unter Üben, Jazz | Hinterlasse einen Kommentar