David Gage und Ned Steinberger haben den „Realist“ Tonabnehmer für Kontrabass überarbeitet und eine neue Version auf den Markt gebracht: den Realist Wood.
Das Sandwich aus Kupferfolie, in das die beiden Piezo-Sensoren eingebettet sind, ist gegenüber dem Original-Realist auf die Größe von rund 1 x 1 cm verkleinert worden, und in ein dünnes, flexibles Holzplättchen mit passender Aussparung eingeklebt. Der Vorteil des Holzstreifens: die beiden runden Piezo-Plättchen können sich nun nicht mehr in der Decke abdrücken (was beim Original-Realist bisweilen vorkommt).
Der Klang des Realist Wood ist gegenüber des Original-Realist etwas mittenbetonter und weniger dunkel, aber auch komprimimierter. Für Bässe, auf denen der Original-Realist bislang zu undefiniert und dumpf klang, könnte der Realist Wood somit eine geeignete Alternative darstellen.
Erhältlich bei www.kontrabass-atelier.de
Vom Titel eigentlich kein Kontrabass-Thema, aber sicherlich dennoch interessant. Nicht zuletzt, weil der eine oder andere ja auch E-Bass spielt.
„Die meisten E-Gitarristen/E-Bassisten wissen relativ wenig über ihr Instrument. Sie wünschen sich ihren Traumsound, aber sie rätseln herum, wie sie ihn erhalten können. Oft geben sie beim Kauf unnötig Geld aus. Außerdem haben sie häufig mit störenden Nebengeräuschen zu kämpfen. Die von Händlern und Zeitschriften verbreiteten Informationen sind selten neutral. Es herrscht ein Mangel an sachlicher Verbraucheraufklärung. Dieses Seminar will die Lücke schließen.
Themenschwerpunkte:
● Vorstellung der bekanntesten Modelle, geschichtliche Entwicklung von den Anfängen bis heute, mit vielen Dias
● Typische Soundbeispiele (von CD und direkt)
● Vorführung verschiedener Modelle
● Erklärung der Funktionsweise von Tonabnehmern, Bedienungselementen, Verstärkern, Effektgeräten usw., Einfluss des Kabels.
● Möglichkeiten zur Klangverbesserung und zur Beseitigung von Störgeräuschen.
● Tipps für den Kauf
● Viel Zeit für Beantwortung von Fragen der Teilnehmer
Jeder Teilnehmer sollte seine eigenen Instrumente mitbringen, damit wir sie gemeinsam begutachten können.“
Freies Musikzentrum, Ismaninger Str. 29, 81675 München, el. (089) 414247-0.
www.freies-musikzentrum.de, siehe unter „Jazz“, Kurs Nr. J042. Kosten: 72 Euro
Leitung: Helmuth Lemme, Autor zahlreicher Fachbücher, Betreiber der Webseite www.gitarrenelektronik.de
| 27. Februar 2010 |
| 10:00 | bis | 17:00 |
für Kinder, Jugendliche, Bassisten/innen, Pädagogen/innen, Interessierte
Dozenten: Ingo Burghausen, Stephan Petzold, Claus Freudenstein, Markus Rex.
„Ziel des Aktionstages ist es, möglichst viele aktive Kontrabassistinnen und –bassisten miteinander in Kontakt zu bringen, die Kenntnis über die Möglichkeiten des frühen Beginns auf dem Bass zu erweitern und viel Spaß beim Musizieren zu haben. Eine Notenbörse und die Möglichkeit Kontrabässe in allen Größen auszuprobieren, ergänzen das Angebot.“
www.landesmusikakademie-berlin.de
Meine Abneigung gegenüber den meisten terrestrisch zu empfangenden Radiosendern habe ich hier schon verschiedentlich kundgetan. Heute hat sich ein weiterer Sender auf meiner Abneigungs-Skala ganz nach oben katapultiert. Per E-Mail bekam ich folgende Einladung:
„Im Rahmen unserer Aktion Die fernbedienbare Welt des Herrn Ebert plant RadioBOB! Einen [Rekordversuch? Das Satzobjekt fehlte leider … J.] mit dem lautesten Gitarrenriff aller Zeiten in Frankfurt aufzustellen! Dazu brauchen wir am Freitag den 19.2. Eure Unterstützung! Kommt einfach ab 16.30 Uhr zum Kaufhaus Pohland auf der Frankfurter Zeil (Zeil 100) und bringt alles mit, was Lärm macht. Das müssen nicht nur Gitarren sein, auch Kochtöpfe und Trillerpfeifen sind durchaus erwünscht!“
Zumindest ist damit geklärt, wo ich morgen nachmittag ganz bestimmt nicht sein werde.
Da ich Abend zuvor ebenfalls im Jazzkeller gespielt hatte, kam ich gestern Abend in den Genuss eines ganz seltenen Luxus: ein Gig ganz ohne das damit üblicherweise verbundene Geschleppe von Bass und Verstärker. Ich hatte ja alles am Vortag auf der Bühne stehen lassen können. „So ist das also als Pianist“, dachte ich mir, als ich leichtfüßig und ohne Gepäck die Treppe hinabstieg. Es hatte so was angenehm Bewegliches und Mobiles, dieses Gefühl.
Ziemlich unbeweglich kam ich mir dann ein paar Stunden später vor, als ich alles wieder im Auto für die Rückfahrt verstauen wollte. Die Zentralveriegelung streikte, die Heckklappe ging nicht auf. So ein Mist, wie soll ich denn jetzt den Bass ins Auto bekommen? Diese Frage erwies sich aber sogleich als nachrangig, denn Anspringen wollte mein Auto auch nicht. Als Ursache konnte ich rasch die Batterie ausmachen: obwohl erst vor zwei Tagen ausgetauscht (!), war diese so dermaßen leer, dass nicht ein einziges kleines Lämpchen auch nur glimmen wollte. Und das alles eine halbe Stunde nach der letzten S-Bahn, die mich alternativ hätte nach Hause bringen könnte.
Glücklicherweise war ich nicht der letzte Autofahrer, der den Jazzkeller verließ, und nach dem Überbrücken der Batterie fand mein Auto dann doch wieder zu alter Kraft. Unser Pianist war da schon längst mit der Fahrrad zuhause angekommen …

Preise Anno 1935: Griffbrett abrichten, neuer Steg und noch ein Rissschen geleimt für 15 Mark …
Diese Schlagzeile „Deutscher Jazz problemfrei“ im Hamburger Abendblatt ließ das Darmstädter Jazzinstitut aufhorchen, das für seinen wöchentlichen Newsletter die Online-Ausgaben der Tagespresse nach Jazz-relevanten Nachrichten auswertet, zusammenfasst und kommentiert: „… hofften wir doch, im dazugehörigen Artikel zu lesen, dass endgültig sämtliche Probleme des deutschen Jazz beseitigt worden seien, einschließlich der Klagen, er sei zu experimentell, nicht traditionsbewusst genug, habe ein zu kleines Publikum oder bringe zu wenig Geld ein, erhalte zu große Subventionen, sei zu kopflastig, werde nicht genügend im Radio gespielt und so weiter … “.
Jedoch: „Deutscher Jazz problemfrei“ bezieht sich auf das Auto mit demselben Namen, das in einigen Ländern wegen Problemen mit den elektrischen Fensterhebern zurückgerufen worden sei. Diese Probleme seien allerdings nur in Ländern mit Linksverkehr aufgetreten.
Gestern war unsere Jazzkeller-Session wieder für ein paar denkwürdige Bonmots gut:
In der Pause sprach uns ein Sänger an (von dem ich zufällig weiß, dass er an der Oper arbeitet). Er erkundigte sich nach der Möglichkeit, einzusteigen: „Spielt Ihr eigentlich auch Songs?“ – „ … ja?!“ – „Z. B. One Note Samba?“ – „Ja!“ – „Gut. Habt Ihr den Text für mich … ?“
Gegen Ende der Session packte ein Geiger sein Instrument aus und spielte noch etwas mit. Er hatte eine auffallend hübsche Geige, auf die ich ihn ansprach.
„Ja, das ist wirklich eine sehr feine Geige. Ich bin klassischer Musiker, weißt Du … “
Das erste Set bestritt übrigens Daniel Cacija mit uns. Ein sehr talentierter Jazzsänger, der meinem Lieblingsvokalisten Kurt Elling sehr aufmerksam zugehört hat und inzwischen in Graz studiert, es aber in den Semesterferien natürlich nicht versäumt, den heimatlichen Jazzkeller zu besuchen. Schade, dass junge Talente Frankfurt so oft den Rücken kehren – aber Jazz zu studieren ist in Frankfurt bekanntermaßen etwas schwierig. Kein Mensch versteht, warum das gerade in Frankfurt bis heute nicht möglich ist, war doch das Dr. Hoch’sche Konservatorium mit seiner Jazzklasse Anfang der 1930er Jahre immerhin Vorreiter in Sachen Jazzpädagogik, bis die Nazis dem sehr nachhaltig ein Garaus machten.
| 12. August 2010 | bis | 19. August 2010 |
12 bis 20 August: master classes classical, levels A,B
14 bis 20 August: master class Jazz
16 bis 19 August: Edouard Nanny classical competition
Master Classes mit Thierry Barbé, Alberto Bocini, Jeff Bradetich, Evgheny Kolossov, Miloslav Jelineck, Catalin Rotaru, Dan Styffe, Jean Ané, Jean-Marc Faucher, Bernard Salles, Christophe Picot for classical in level A (professional, advanced) and B ( lower level), and mini bass classes for kids.
Hein Van de Geyn, Julien Duthu for Jazz Classes.
Highlights: Solo master class, professor recitals, student concerts with pianist Marina Pacowski and Marcella Jelineck, Technique Workshop, One lesson per day with different professors
3 concerts in the Festival international des contrebasses (classical and Jazz)
Link: www.contrebasse.com
Bei Aldi (Süd) gab es letzte Woche für knapp 10 € eine Bügel-Stehhilfe im wöchentlichen Aktions-Angebot, die einen recht stabilen Eindruck macht. Die maximal mögliche Höhe der Sitzfläche ist für meine Körpergröße auch noch hinreichend angenehm, so dass diese Stehhilfe durchaus für Kontrabass geeignet ist. Etwas störend erscheinen mir allerdings die klappernden Sicherungsbügel, die man aber ja vielleicht noch entfernen kann.
Naja, nicht ganz: der Kontrabass wurde vom Landesmusikrat Schleswig-Holstein zum Instrument des Jahres gekührt. Völlig zu Recht, wie ich meine.
„Das Projekt „Instrument des Jahres“ vernetzt die musikalischen Institutionen Schleswig-Holsteins: Konzertveranstalter, Musikhochschule, Musikverbände und -vereine, Aus- und Fortbildungsinstitutionen, Schulen und Musikschulen. Für ein Kalenderjahr wird ein Instrument als Thema der Reihe gewählt, das sich dann als roter Faden durch die ganze Bandbreite des musikalischen Lebens in Schleswig-Holstein zieht.“
Kontrabassist Dave Holland wird seine neue CD, die er mit seinem Oktett (mit u. a. Chris Potter, Steve Nelson und Antonio Hart) aufgenommen hat, auf neuen Vertriebswegen vermarkten. Ende März wird in den USA eine auf 1.000 CDs limitierte Auflage auf den Markt gebracht. Gleichzeitig wird die Musik über seine eigene Website und die Website seines Labels zum Download angeboten. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, über eine dort installierte „Direct To Fan Marketing“-Software mit Dave Holland in Kontakt zu treten.
Heute wird Eberhard Weber siebzig Jahre. Herzlichen Glückwunsch!
Die Frankfurter Rundschau nimmt das zum Anlass für ein ausführliches Porträt des Musikers, der schon seit längerem in Südfrankreich lebt. Bekannt wurde Weber durch seine Zusammenarbeit mit Jan Garbarek und Wolfgang Dauner, sowie seinen elektrischen Solid-Body Kontrabass, den er seit den 1970ern ausschlißlich spielte.
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