Sünnenblink Musikwerkstatt: Vom alten Schloss ins Kloster

Kontrabassbauer Heiner Windelband ist mit der Sünnenblink Musikwerkstatt umgezogen: Nicht weit von der bisherigen Adresse haben Heiner und seine Werkstatt nun im ehemaligen Kloster Malgarten ein neues Zuhause gefunden.

Wer das Kloster kennenlernen möchte, hat am morgigen Dienstag, 2. Februar die Gelegenheit. Das ZDF sendet in der Sendereihe Drehscheibe – Expeditionen in D einen Bericht über das Kloster und die Werkstätten und Betriebe, die sich dort angesiedelt haben. Mediathek-Link

Die neue Adresse der Basswerkstatt:
Sünnenblink Musikwerkstatt
Heiner Windelband & Simon Bargmann
Am Kloster 6 / Kloster Malgarten, 49565 Bramsche
Tel.: 05461/9962055
www.windelband.dewww.kloster-malgarten.de

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Basslehrer-Workshop „Unterrichten nach Lehrplan!?“

Am 7.2.16 wird es zum Thema „Unterrichten nach Lehrplan!?“ einen Tagesworkshop im Haus Flachsland in Hamburg geben.
http://landesmusikakademie-hamburg.de/7-2-unterrichten-nach-lehrplan/
Thema: Neue Impulse für den Bassunterricht – ausgehend vom neuen Lehrplan Kontrabass des VdM. Das sollte vor allem für Basslehrer interessant sein – aber auch z. B. für Studenten oder fortgeschrittene Schüler.
Infos: Stefan Schäfer, Tel.: 040 870 01 – 64, www.bassist-composer.de

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Verstellbarer Stimmstock aus Carbon

Das Anpassen eines neuen Stimmstocks gehört zu den anspruchsvolleren Aufgaben beim Setup eines Kontrabasses. Die beiden Enden des Stimmstocks müssen an die Wölbung von Boden und Decke exakt angepasst werden; außerdem muss der Stimmstock an der richtigen Stelle stehen und die dort passende Länge haben.

Stimmstock schlecht angepasst

Dieser Stimmstock ist miserabel eingepasst: die Schmalseiten sind verrundet und haben nur wenig Kontaktfläche mit dem Boden und der Decke.

Das Anpassen an die Wölbung erfolgt durch Abnehmen von dünnen Spänen – schnitzt man zu viel weg, stimmt vielleicht die Wölbung, aber nicht mehr die Länge, und man beginnt von vorne, sich langsam heranzutasten. Schon ein Millimeter, um den man einen vermeintlich viel zu langen Stimmstock kürzt, kann sich als zu viel herausstellen.
Zwar kann der Bassbauer mit einem Innentaster den Abstand zwischen Decke und Boden messen, aber mehr als einen groben Anhaltspunkt für die Länge des Stimmstocks liefert ein solches Werkzeug nicht. Obendrein lässt sich die Wölbung nicht messen.

Üblicherweise hat man in der Basswerkstatt etliche Stimmstöcke parat, die anderswo nicht gepasst haben und die man nun testweise einsetzen kann. Etwas länger oder kürzer, Winkel flacher oder steiler – das lässt sich mit ihrer Hilfe ungefähr einschätzen.
Um das Messen zu präzisieren, habe ich mir vor einiger Zeit einen eigenen Innentaster gebaut. Ein Alurohr mit eingesetztem Gewinde, um die Länge zu verstellen; an den Enden habe ich Stahlkugeln festgeklebt. An denen sitzen Ringmagnete, die ungefähr den Durchmesser eines Stimmstocks haben. Beim Einsetzen folgen die Ringmagnete der Wölbung von Decke und Boden, und wenn man den Innentaster vorsichtig herauszieht, kann man Länge und Winkel exakt ablesen. Soweit die Idee … In der Praxis zeigt sich, dass ein solcher Stimmstock mit Kugelkopf-Enden nur ungern stehen bleibt. Mit aufgeklebtem Sandpapier lässt sich mehr Halt geben, aber es bleibt wackelig.

Pal Molnar, ein Musiker und Tüftler aus Rastatt, hat nun die Idee eines vestellbaren Stimmstocks zur Serienreife gebracht, und bietet seit letztem Jahr seinen »Anima Nova« an – ein verstellbarer Stimmstock aus Carbon. Ähnlich wie bei meinem DIY-Kugelkopf-Innentaster sind die Schmalseiten beweglich, und folgen der Innenwölbung des Instruments. In der länge ist er über ein Schraubgewinde vestellbar – mit speziellem Werkzeugen lässt sich auch im eingebauten Zustand. Denn der Anima Nova ist nicht als Messgerät, sondern zum Verbleib im instrument gedacht; er ersetzt die konventionelle Stimme aus Fichtenholz.
Für die Klangeinstellung eines Basses ergeben sich so neue Möglichkeiten: möchte man die Auswirkungen verschiedener Stimmstock-Positionen und -längen vergleichen, entfällt das aufwändige Anpassen mehrerer Stimmstöcke. Auch für Bässe, die jahreszeitlich bedingt verschiedene Stimmen brauchen, ist der Anima Nova-Stimmstock eine interessante Möglichkeit der Anpassung.

Etwas ungewohnt ist das Einsetzen der Carbon-Stimme. Zwar bietet Pal Molnar passendes Spezialwerkzeug zum Setzen und Einstellen der Stimme an. Aber durch die beweglichen Schmalseiten neigt die Stimme dazu, beim Einsetzen oder Einstellen eher umzufallen als eine konventionelle Stimme. Auch wem das Einsetzen einer Holz-Stimme bereits routiniert von der Hand geht, muss die Handgriffe hier neu einüben. Belohnt wird man aber mit einer bisher unbekannten Flexibilität beim Austarieren von Stimmstocklänge und -Position. Aufgrund des stolzen Preises sicher kein Produkt für den Massenmarkt, aber eine interessante Option für spezielle Fälle.

Stimmstock carbon

Konventioneller Stimmstock aus Holz und Carbon-Stimmstock Anima Nova

 

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Jazz-Skateboards

kind of blue

Sportliche Vorsätze für 2016? Wie wär’s denn mal mit Skateboard fahren?! Das passende Board findet sich sicherlich bei Western Union. Die Boards des amerikanischen Herstellers mit einem Faible für Jazz zieren Porträts von Miles Davis, Bill Evans, John Coltrane, Charlie Parker und einigen anderen Jazzgrößen. Auch Bassisten- und Kontrabass-Motive sind bereits erschienen (z. B. Richard Davis, Charles Mingus und Paul Chambers).

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The Man I Love

Auf dem Album Blue Lights von Kenny Burrell, erschienen 1958, findet sich eine schöne Aufnahme von Gershwins „The Man I Love“. Der Bassist der Session, Sam Jones, wird hier ausführlich vorgestellt: er spielt das Thema und ein ausführliches, wunderbar swingendes Solo. Etwas kurios hingegen die (Nicht-)Beteiligung der beiden Tenoristen, die bei der Session eigentlich mitwirken. Außer im Schlussakkord sind das ganze Stück hindurch tatsächlich nur zwei kurze Tenorsaxophon-Einwürfe zu hören: am Ende des Trompetensolos von Louis Smith zwei Töne, und nach Duke Jordans Klaviersolo ein Ton – da übernimmt dann aber auch schon Sam Jones wieder mit dem Schlussthema das Ruder.

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Red Mitchell, Joel Quarrington, und die Quintstimmung

Joel Quarrington ist der wohl bekannteste Quintstimmungs-Bassist der Gegenwart. Als Pionier der Quintstimmung gilt aber gemeinhin der Jazzbassist Red Mitchell, den Quarringon auf seiner Website würdigt. Dort hat er  Auszüge aus Gene Lees Buch “Cats of Any Color: Jazz Black and White” (Da Capo press 2001) veröffentlicht. Sehr lesenswert!

“When I made the change in ’66, I took my second wife and her son down to the beach near San Diego and practiced for nine days around the clock over the sound of the surf. There’s a motel that goes right out over the surf.” (Red’s brother has an interesting comment on this transition in Red’s life and work. “By begging, lying, and cajoling,” Gordon said, “Red created a ten-day gap in his schedule, went to that motel, restrung his bass, unlearned the old system, invented a new one, learned it, and went right back into the studios ten days later as if nothing had happened. Astonishing! It’s like learning oboe over the weekend.”)

“Legend always had it,” I told Red, “that you changed the tuning and played a gig two days later.”

“That’s a little exaggerated,” Red said. “It was nine days. I came back to Los Angeles, and the first job I worked with the bass now tuned in fifths was with André Previn. I was playing first bass with sixty-five men at the Sam Goldwyn studio. I figured: Okay, André Previn with a big orchestra. If I can fool André, with his elephant cars, I can fool anybody. I didn’t tell André I was doing anything different. About twenty minutes into the ses­sion, I made a gross mistake. I pushed my finger down on the first string, and it would have been right if I’d had a G string. But it was a whole tone high. André stopped the orchestra. He didn’t usually do that. This time he looked over at me and said, ‘Red, really. If it weren’t you, I’d say that note was out of tune.’

“I said, ‘Thank you, André, it was a whole tone out of tune. It will happen again, and I’ll explain to you on the break.’

Ebenfalls lesenswert: Joel Quarrington hat seine täglichen Übungen (Daily Exercises) als PDF und als Apple iBook (inkl. Videomaterial) veröffentlicht – in jeweils einer Version für Quartstimmung und einer für Quintstimmung (wobei letztere 50 Cent günstiger ist als die in Quartstimung 😉

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Werkstatt-Tipp

Die kleinen Plastik-Schälchen, in denen Einweg-Kontaktlinsen verpackt werden, eignen sich prima um kleinere Lackmengen für Retuschen anzumischen. Das halbtransparente, farblich neutrale Material erleichtert es, den gefärbten Lack auf das zu retuschierenden Instrument abzustimmen.
Lacknäpfchen

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Mythos Mondholz?

Dem Mond werden seit jeher besondere Kräfte zugesprochen. Und tatsächlich sind seine Gravitationskräfte auch eine der Ursachen für die Gezeiten, also Ebbe und Flut. Auch ein Einfluss auf die Qualität von Holz wird ihm nachgesagt: Holz von Bäumen, die unter Berücksichtigung des forstwirtschaftlichen Mondkalenders gefällt wurden, wird als Mondholz (oder Mondphasenholz) bezeichnet. Dieses Holz soll stabiler, rissfreier und härter sein als konventionell geschlagenes Holz. Das macht es natürlich sehr interessant für den Instrumentenbau. Musikinstrumenten aus Mondholz werden besonders gute Klangeigenschaften zugesprochen. Aber auch beim Haus-, Boots- und Möbelbau gibt es Nachfrage nach Mondholz, denn es soll obendrein auch beständiger gegen Insekten- und Pilzbefall und sogar feuerfester (!) sein.
Entsprechend bieten Holzhändler, aber auch Hersteller von Holzhäusern, Booten, Möbeln und Musikinstrumenten ihre Mondholz-Produkte mit einem saftigen Preisaufschlag an.

Die Regeln zur Mondholz-Gewinnung gehen auf alte Überlieferungen zurück. Heute geschieht die Fällung oft im letzten Viertel des abnehmenden Mondes in der kalten Jahreszeit zwischen Oktober und Januar, aber allgemein gültige Regeln zum Mondholz gibt es nicht. Denn ein Problem ist die unklare Quellenlage. Viele der überlieferten Regeln wurden im Lauf der Jahrhunderte durch vielfaches Abschreiben in ihrem Sinn entstellt. Zudem ist oftmals unklar, inwieweit die Kalenderumstellung durch Papst Gregor XIII im Jahre 1582 berücksichtigt wurde. So lässt sich heute oft nicht sagen, welche Regeln vor oder nach der gregorianischen Kalenderreform entstanden sind, und welche angepasst oder nicht angepasst wurden. Was genau also Mondholz ist, kommt also auch immer auf die jeweilige Auslegung des Holzfällers an.

Aber nicht nur Historiker, auch Naturwissenschaftler beschäftigen sich mit Mondholz. Ist Mondholz wirklich besser, oder ist das bloß Esoterik? Da jeder Baum nur einmal gefällt werden kann, ist ein Nachweis eigentlich schwer zu erbringen. Insgesamt ist die Faktenlage dünn. Erste wissenschaftliche Studien wurden bereits im 18. Jahrhundert durchgeführt: Henri Louis Duhamel du Mondeau widerlegte bereits in einer Studie zwischen 1732 und 1736 die These, im abnehmenden Mond geschlagenes Holz sei haltbarer als das zu anderen Mondphasen geschlagene. Auch Hermann Knöchel kommt in den 1920er Jahren in groß angelegten Versuchen zu dem selben Ergebnis.
Auch in jüngster Zeit beschäftigten sich Wissenschafter mit dem Thema. In den 1990er Jahren weisen Forstwissenschaftler an der TU Dresden in Experimenten nach, dass sich physikalische und biologische Eigenschaften von Mondholz sich nicht signifikant von denen anderer Hölzer unterscheiden.
Anhänger der Mondholz-Theorie zitieren gerne eine Studie für die Schweizerische Hochschule für Forstwirtschaft. Hierin stellte der Forscher Ernst Zürcher fest, dass „dass eine Art Prägung durch den spezifischen Falltermin offensichtlich fortbesteht.“ Allerdings räumt auch er ein, dass diese vom Mond beeinflussten Phänomene viel komplizierter seien, als in den überlieferten Bauernregeln dargestellt.

Eine einfache, aber plausible Erklärung für eine höhere Qualität des als Mondholz angebotenen Holzes könnte aber auch sein, dass sich der besondere Aufwand beim Holzeinschlag eben auch nur für besonders gute Stämme lohnt …

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Swing-Gitarre á la Freddie Green

Eine Besprechung einer Gitarrenschule hier im Kontrabassblog?! Nun, viele Jazzbassisten haben mal als Gitarristen angefangen (so auch ich), und spielen nebenher auch E-Bass, der ja unumstritten eine Gitarre ist. Außerdem spielt man als Bassist ja oft mit Gitarristen, da schadet es nicht, ein wenig mitreden zu können.

Charlton Johnsons Buch »Swing & Big Band Guitar« (dem auch eine CD beiliegt) deckt eine kleine Nische ab, für die es bislang wenig Literatur gibt: die Rhythmusgitarre, das Four-to-the-Bar-Comping, wie es Freddie Green (Gitarrist bei Count Basie) geprägt hat und wie man es vor allem in BigBands, Swing-Combos und Gypsyjazz-Bands antrifft.

Die Rhythmusgitarre als eigenständige Instrumentengattung bzw. »Kunstform« neben der Solo-Gitarre – diese Unterscheidung wird heute eigentlich nur noch selten gemacht. Als Gitarrist sieht man sich heute eher als Generalist. Aber in der Gypsyjazz-Szene stehen gute Rhythmusgitarristen auch heute noch in hohem Ansehen. Und vorrangig ein guter Begleiter zu sein, der das rhythmische Fundament legt – dieser Anspruch verbindet die Rhythmusgitarristen mit uns Bassisten:

Bedenke: man nennt den Stil nicht etwa Harmonie- oder Akkord-Gitarre, sondern Rhythmus-Gitarre. Als Rhythmusgitarrist ist es wichtiger, eine solide rhythmische Grundlage zu schaffen, als erweiterte Harmonien beizusteuern.

Wer schonmal als Gitarrist im Swing-Genre tätig war, weiß, dass man da mit den landläufigen Akkord-Griffbildern nicht weit kommt, wenn man den authentischen Sound von Freddie Green oder Django Reinhardts Hot Club de France anstrebt. Aber auch Gitarristen, die sich moderner orientieren und sich nicht in erster Linie als »Rhythmusgitarrist« im traditionellen Sinn verstehen, können von dem Material dieses Buches profitieren, denn es bricht das Thema Comping (Begleitung) gut strukturiert auf einige wesentliche und grundlegende Punkte herunter.

So werden gleich als Erstes die gängigen Akkordgriffe auf schlagkräftige »Rhythm Chords« eingedampft, die ausschließlich auf den vier tiefen Saiten der Gitarre stattfinden. »Chord reduction« ist das Stichwort, denn: »rhythm guitar is only concerned about triads, sixth chords, and seventh chords.«
Bei Freddie Green, der als Gitarrist der Basie Bigband prägend war, spricht man bisweilen sogar von one-note-chords: die Reduktion aufs Wesentliche ging bei ihm mitunter so weit, dass nur ein Akkordton wirklich definiert hörbar war. (Soweit geht Johnson, der ebenfalls ein paar Jahre in der Basie Big Band spielte, aber nicht – die dargestellten Rhythm Chords sind dreistimmig.)

Während bei den »Lagerfeuer«-Akkorden der Grundton auch immer der Basston ist, ist das bei diesen vereinfachten Griffen nicht zwingend der Fall. Vielmehr bedient man sich Umkehrungen (Drop-2, Drop-3 usw.) und Umdeutungen, so dass man in jeder Lage die tiefe E-Saite in das Griffbild einbeziehen kann – ein Vorraussetzung für gleichmäßig swingenden Groove.

Für Bassisten sind diese Umkehrungen nicht ohne Tücke. Wenn man unbekannte Nummern nach Gehör mitspielt, und ab und zu einen Blick auf die das Griffbrett des Gitarrenkollegen wirft, sollte man wissen: der auf der E-Saite gegriffene Ton ist gar nicht immer der Grundton. Eine Falle für alle, die sich eher auf das Auge als auf das Ohr verlassen …

Der Chord Reduction steht die Chord Expansion gegenüber. So, wie auf dem Bass eine Aneinanderreihung von gebrochenen Akkorden noch keine schöne Walking-Bass-Linie ergibt, reicht es auf der Gitarre nicht, je ein Akkordsymbol in einen Akkordgriff umzusetzen. Richtig interessant wird die Begleitung erst, wenn man die Akkorde geschmackvoll verbindet, denn Comping auf der Gitarre ist kein »Malen nach Zahlen«. Auch darauf geht Johnson am Ende des Buches ein, zeigt gebräuchliche Patterns und erklärt die Strategie dahinter.

Swing & Big Band Guitar, Charlton Johnson,
erschienen im Verlag Hal Leonhard #HL00695147 (engl.)

 

 

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Helge als Kontrabassist

… und als Saxophonist, Pianist, und Universalgenie …

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Papier-Bass

Ein Kontrabass, nachgebaut aus Papier. Mit 5 Saiten!
Gibt es als Bausatz bei www.hxon.net

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Fachliteratur

Zwei Geigenbau-Bücher liegen momentan auf meinem Nachttisch, und beide haben, jedes auf seine Art, einen sehr persönlichen Einschlag, mit dem sie sich von anderem Fachbüchern unterscheiden.
„Geigenbauschule“ ist eine Faksimile-Ausgabe des Berichtshefts, dass der Autor Andreas Zimmermann, Geigenbaumeister aus Berlin, während seiner Ausbildung Ende der 1970er Jahre an der Geigenbau-Schule in Mittenwald geführt hat. Ein Berichtsheft muss ja hierzulande jeder Azubi im Rahmen der Dualen Ausbildung führen, und wochen- bzw. tageweise dokumentieren, welche Inhalte des betrieblichen Ausbildungsplans ihm vom Ausbilder tatsächlich vermittelt wurden. Die Lektüre solcher Berichtshefte kann also eine ziemlich trockene Angelegenheit sein – glücklicherweise ist das hier nicht der Fall; im Gegenteil: es vermittelt einen sehr detaillierten Einblick in den Geigenbau im Allgemeinen und von der Ausbildung in Mittenwald im Speziellen.
So umfassend wie die Ausbildung in Mittenwald ist auch das Berichtsheft: über das Herstellen und Zusammenfügen der Teile einer Geige, über das Lackieren und Einstellen des fertigen Instrumentes bis hin zu Reparatur-Methoden und dem Beziehen von Bögen ist alles akribisch festgehalten, und mit akkuraten Zeichnungen illustriert. Und da es ein Faksimile-Nachdruck ist, fehlen auch die Benotungen und Verbesserungen durch die Lehrer nicht.
Genau hier liegt aber auch die Schwäche des Buches: mit einer besseren technischen Aufbereitung und inhaltlicher Kommentierung hätte man mehr draus machen können. Die Reproduktionen der Zeichnungen sind recht kontrastarm, bei vielen Scans schlägt sogar das Wasserzeichen des Papiers durch. Die handschriftlichen Texte wurden nicht neu erfasst, sondern lediglich ebenso kontrastarm eingescannt. Die Handschrift des Autors ist nicht immer klar entzifferbar, und die Verkleinerung von A4 ins Buchformat tut ihr übriges, um das Lesen zu erschweren. Auch hier wäre für eine bessere Lesbarkeit zumindest eine reprotechnische Optimierung der Scans notwendig gewesen, wenn schon auf einen Satz der Texte verzichtet wird. So bleibt das Buch eine zwar durchaus lehrreiche, aber ziemlich anstrengend zu lesende Bettlektüre. Um im Duktus der Lehrer zu bleiben: „Bewertung des Berichts: 1; Bewertung des Buches: 4“

Das zweite Buch ist eine Neuerscheinung in englischer Sprache. „Violin Varnish – notes and articles from the workshop of Koen Padding“ würdigt das Schaffen des 2012 verstorbenen niederländischen Geigenbauers und Lackspezialisten Koen Padding.
Padding absolvierte seine Ausbildung zum Geigenbauer an der Newark School of Violin Making in Großbritannien. Seine Familie betreibt seit Generationen eine Fabrik zur Druckfarbenherstellung. So ist es nicht verwunderlich, dass er ein besonderes Faible für das Lackieren und die Lackherstellung entwickelte. Im Labor des elterlichen Betriebes hatte er eine Ecke eingerichtet, wo er forschte, Lackrezepte ausprobierte und weiterentwickelte. Die Ergebnisse seiner Arbeit brachte er als fertige Lacke unter dem Namen „Magister“ auf den Markt, die von Kollegen in aller Welt begeistert aufgenommen wurden.
Nach Paddings Tod wurde seine Werkstatt aufgelöst, und die Autorin des Buches, Helen Michetschläger, bekam es von der Familie ermöglicht, den geigenbauerischen Nachlass auszuwerten. Das Buch versucht, Koen Paddings Wissen über Geigenlacke zusammenzutragen, und für die Nachwelt zu erhalten. Es ist keine vollständige Anleitung zur Lackherstellung, es gelingt ihm aber, einen Einblick in Paddings Herangehensweise zu vermitteln. Es sammelt zahlreiche Artikel, die Padding für Fachzeitschriften verfasste, und ergänzt sie durch Texte von Weggefährten und Kollegen. Es schließt mit einer Auflistung der Materialien, die Padding zur Lackherstellung erwarb und die man in seinem Nachlass vorfand, und einer wissenschaftlichen chemischen Analyse seiner fertigen Lacke.
Ein Buch vor allem für Lack-besessene Geigenbauer, aber auch interessierte Laien, die mehr über Geigenlacke und ihre Herstellung erfahren möchten.

Geigenbauschule, Andreas Zimmermann; Nora-Verlag, Berlin 2004
Violin Varnish, Hrg. Helen Michetschläger; Doratura Publications, Sale (UK) 2015

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Unterricht bei Martin Wind

Kontrabassist Martin Wind ist im Oktober mit dem Quartett von Anke Helfrich auf Tour, und steht am 14.10.2015 auch für Einzelunterricht zur Verfügung (Ort: Dr. Hoch’s Konservatorium Frankfurt)

Anmeldeformular nach dem Klick

Martin Wind wurde in Flensburg geboren, und ging 1996 zum Studium nach New York, wo er bis heute lebt. Zuvor hatte in Köln klassischen Kontrabass bei Prof. Wolfgang Guettler (Berliner Philharmoniker) studiert. Martin Wind unterrichtet an der New York University und Hofstra University.

In 1995 Martin came in third at the International Thelonious Monk Bass Competition in Washington, D.C. In 1996 Martin Wind won the first Cognac Hennessy/Blue Note Jazz Search in Germany with his trio “Dreikland” and got to record an album for Blue Note Records. In 2000 he was the first Jazz musician to win the Cultural Award of his home state Schleswig-Holstein.
Since his move to New York Martin has become a regular at all major jazz clubs and is also in demand as a session player; his credits include movies such as “The Alamo”, “Intolerable Cruelty”, “ Mona Lisa Smiles”, “Fur”, “True Grit” and “The Adventures of Walter Mitty”. Currently Martin is a member of the trios of Bill Mays, Dena DeRose, Bill Cunliffe, Ann Hampton Callaway, Ted Rosenthal, as well as the quartets of Matt Wilson (“Arts and Crafts”) and Ken Peplowski.
Since 2013 he has also been touring with Belgian guitarist and jazz legend Philip Catherine, playing material from their duo album “New Folks”(ACT Records).

 

Martin Wind has recorded and/or performed with the following artists: Guidon Kremer, Christoph Eschenbach, Mstislav Rostopowitch, Lalo Schifrin, Monty Alexander, Pat Metheny, Clark Terry, Mark Murphy, Slide Hampton, Toots Thielemans, Buddy DeFranco, The Metropole Orchestra, Radio Big Bands Cologne, Hamburg, Frankfurt and Berlin, Michael Brecker, Randy Brecker, Eddie Daniels, Curtis Fuller, Phil Woods, Bud Shank, Johnny Griffin, Bucky Pizzarelli, Mike Stern, Larry Goldings, Johnny Mandel, Frank Wess, James Moody, Hank Jones, John Scofield, Sting, Ann Hampton Callaway, Michel Legrand, Mulgrew Miller, Ken Peplowski, Anat Cohen, Benny Green, Vanguard Jazz Orchestra and others.

 

 

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