Fragebogen: Dietmar Fuhr

Nach langer Pause – vor ziemlich genau drei Jahren stand John Goldsby Rede und Antwort – war es mal wieder an der Zeit für eine Beitrag aus der Reihe Fragebogen-Interview.
Dieses mal hat ihn Dietmar Fuhr dankenswerterweise ausgefüllt:

Welche CD steckt gerade in deiner Stereoanlage?

Thelonius Monk Live at the 1964 Monterey Jazz Festival, mit Charlie Rouse, Ben Riley und Steve Swallow(!)

Welche(n) Bassisten hörst Du am liebsten?

Na ja, da gibt´s eine Menge: Scott Lafaro, Albert Stinson, Bob Cranshaw, Paul Chambers, Ron Carter, Israel Crosby, Steve Swallow, Miroslav Vitous,………

Welcher Bassist hat Dich am meisten beeinflusst?

Es sind eher 3 Bassisten, die mich beeinflusst haben:

Scott Lafaro, Paul Chambers, Ron Carter

Welche CD würdest Du mit auf eine einsame Insel nehmen?

Zum einen würde ich die Einspielungen der Violoncello Suiten von J.S. Bach von Pablo Casals mitnehmen und zum anderen das Konzert des Bill Evans Trio von 1961 aus dem Village Vanguard.

Wer ist Dein Lieblingskomponist?

J.S. Bach

Was übst Du gerade auf dem Bass?

Da ich mir vor einiger Zeit einen Bogen von Christophe Collinet habe anfertigen lassen, mit dem ich überaus zufrieden bin, übe ich gerade die Bogenstudien von Sevcik (Op.2), bearbeitet für Kontrabass von Gerd Reinke. Ansonsten improvisiere ich und ab und zu nehme ich mir  einen Standard vor.

Wie bist Du zum Bassspielen gekommen?

Wie einige meiner Kollegen bin ich über die Gitarre zum Kontrabass gekommen. Ursprünglich wollte ich Schlagzeuger werden, was aber am zu großen Widerstand meiner Eltern scheiterte. Daraufhin habe ich, inspiriert von meinem damals besten Freund, der mit 15 Jahren schon unheimlich gut Jazz spielen konnte, zur Gitarre gegriffen. Er hat mir auch Unterricht erteilt. Ein Jahr später bin ich dann durch meinen Bruder Wolfgang, der damals in einer Schul Big Band Saxophon spielte (heute spielt er immer noch Saxophon und das sehr gut!) zum E-Bass gekommen. Daraufhin hat es nicht mehr lange gedauert, bis ich den Kontrabass entdeckt habe. Den ersten Unterricht hat mir Bodo Lensch erteilt, dem ich heute noch sehr dankbar dafür bin.

Erinnerst Du Dich noch an Deinen ersten Auftritt als Kontrabassist?

Ehrlich gesagt kann ich mich nicht an meinen ersten Auftritt mit Kontrabass erinnern, vielleicht war es ja mit der Schul Big Band. Es hat aber auch eine Zeit gebraucht, bis ich mich getraut habe mit Kontrabass Konzerte zu spielen.

Erinnerst Du Dich noch an Dein erstes Instrument? Und Deinen ersten Bass?

Mein erstes Instrument war ein Schlagzeug aus den Beständen der Schule, an der ich später Bass in der Big Band gespielt habe. Mein erster Kontrabass war ein Sperrholz-Kontrabass aus dem Musikraum einer anderen Schule- ich war unheimlich glücklich und neugierig zugleich. Aus heutiger Sicht eine ziemliche Gurke mit miesen Saiten und schlecht eingerichtet, aber völlig egal, die Hauptsache war, dass man darauf spielen konnte!

Welches war dein bisher wichtigstes Konzert (oder Plattenaufnahme)?

Das „wichtigste“ Konzert gab’s bisher nicht, für mich sind und waren bislang alle Konzerte wichtig. Dasselbe gilt für die Aufnahmen, die ich gemacht habe…

Hast Du einen Lieblings-Jazzstandard?

I should care

Welche Eigenschaft ist für einen Bassisten am wichtigsten?

Ein Bassist sollte in erster Linie mit Leidenschaft und Spaß musizieren. Ansonsten ist die wichtigste Eigenschaft diese, dass er sich selbstbewusst und eigenständig ins musikalische Geschehen einbringt und sich über seine Verantwortung im Klaren ist, dass er der Musik durch sein Spielen entscheidende Impulse und Richtungen zu verleihen vermag.

Was hoffst Du Deinen Schülern beibringen zu können?

Selbstbewusstsein(wenn noch nicht ausgiebig vorhanden), Eigenständigkeit und Verantwortung.

Was für ein Instrument spielst Du (Bass, Saiten, ggfs. Tonabnehmer)?

Ich spiele einen 5- saitigen Kontrabass, wahrscheinlich ostdeutscher Herkunft, mit Thomastik Saiten(Spirocore 4/4 Orchesterstimmung weich) mit einem Fishman Fullcircle Tonabnehmer.

Hast Du Deinem Bass einen Kosenamen gegeben?

Nein

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