{"id":595,"date":"2009-08-10T11:11:27","date_gmt":"2009-08-10T11:11:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=595"},"modified":"2009-08-10T11:13:07","modified_gmt":"2009-08-10T11:13:07","slug":"zur-lage-des-jazz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=595","title":{"rendered":"Zur Lage des Jazz"},"content":{"rendered":"<p>Das <a href=\"http:\/\/online.wsj.com\/article\/SB10001424052970204619004574320303103850572.html\" target=\"_blank\">Wall Street Journal<\/a> besch\u00e4ftigt sich in einem Artikel mit dem Jazz in den USA. Der Jazz sei zwar mittlerweile im Kurrikulum der Schulen und in staatlich subventionierten Konzerts\u00e4len angekommen, aber jetzt h\u00f6re kaum mehr jemand zu, sieht Terry Teachout im d\u00fcsteren Beginn ihres Artikels voraus. Die j\u00fcngste Untersuchung des National Endowment for the Arts \u00fcber Publikumszuspruch in den K\u00fcnsten kommt zu einem nicht ganz so drastischen Ergebnis, aber die Situation des Jazz sei alles andere als gesund. Das <a href=\"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/\" target=\"_blank\">Jazzinstitut<\/a> fasst in seinem Newsletter (Jazz News No. 18\/2009) zusammen: <em>\u201eVon 2002 zu 2008 habe die Zahl derjenigen, die wenigstens ein Jazzkonzert im Jahr besuchen, von 10,8% auf 7,8% abgenommen. Von 1982 auf 2008 habe das Durchschnittsalter des Jazzkonzertbesuches von 29 auf 46 zugenommen. \u00c4ltere Leute w\u00fcrden auf der anderen Seite seltener in Jazzkonzerte gehen als fr\u00fcher. Selbst unter College-Absolventen habe die Besucherzahl abgenommen. Die Zahlen w\u00fcrden zeigen, dass sich das Publikum des Jazz immer mehr dem der klassischen Musik angleiche. Das alles habe sicher damit zu tun, dass der Jazz sich immer mehr zu einer Kunstmusik entwickelt habe und heute eher als Hochkultur angesehen werde. Fazit: Jazzmusiker sollten gleich heute damit beginnen, ein j\u00fcngeres Publikum auf ihre Musik aufmerksam zu machen.\u201c<\/em> Die NEA-Studie kann auf der Website des <a href=\"http:\/\/arts.endow.gov\/news\/news09\/SPPA-highlights.html\" target=\"_blank\">National Endowment for the Arts<\/a> downgeloaded werden.<\/p>\n<p>Dass der Jazz durchaus auch j\u00fcngere Generationen ansprechen kann, l\u00e4sst sich \u00fcbrigens bei einem Besuch im <a href=\"http:\/\/www.jazzkeller.com\" target=\"_blank\">Frankfurter Jazzkeller<\/a> nachpr\u00fcfen. Bei den Mittwochs-Sessions liegt der \u201egef\u00fchlte\u201c Alterdurchschnitt des Publikums bei 30\u201335 Jahren, wobei bisweilen fraglich ist, ob es tats\u00e4chlich der Jazz ist, der die Leute in den Keller lockt. Aber auch als ich vor ein paar Wochen im B-Flat in Berlin war, waren die unter Vierzigj\u00e4hrigen gut repr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Jens-Christian Rabe schreibt in der <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/35k38n\/2999433\/Mittlere-Wunder.html\" target=\"_blank\">S\u00fcddeutschen Zeitung<\/a> \u00fcber das Sterben der Musikzeitschriften, von dem auch Jazz-Zeitschriften betroffen sind. Den Grund sieht er nicht allein in der wirtschaftlichen Krise, sondern auch in der Tatsache, dass beispielsweise im Jazz das Publikum, dessen Durchschnittsalter 1982 noch 29 Jahre betragen habe, heute 64 Jahre alt sei. Das Jazzinstitut bezweifelt diese Zahlen, und verweist auf\u00a0 Terry Teachouts Wall-Street-Journal-Artikel (letzter Absatz). Rabe res\u00fcmiert sp\u00f6ttisch: <em>\u201eImmerhin wandern Leser dieser Altersgruppe nicht ins Netz ab.\u201c<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wall Street Journal besch\u00e4ftigt sich in einem Artikel mit dem Jazz in den USA. 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