{"id":3546,"date":"2023-05-04T13:38:50","date_gmt":"2023-05-04T13:38:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=3546"},"modified":"2023-05-04T13:38:52","modified_gmt":"2023-05-04T13:38:52","slug":"rick-jones-%e2%80%a0","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=3546","title":{"rendered":"Rick Jones \u2020"},"content":{"rendered":"\n<p>W\u00e4hrend seit den 1980ern die Zahl der Kontrabass-Tonabnehmer kontinuierlich wuchs, blieb es auf dem Gebiet der Kontrabass-Verst\u00e4rker lange Zeit sehr \u00fcbersichtlich. Polytone, Gallien-Krueger, oder ein handgefertigter Walter Woods \u2013 das war es aber fast schon mit der Auswahl an Kontrabass-geeigneten Amps. Das \u00e4nderte sich Ende der 1990er schlagartig, als der amerikanische Ingenieur Rick Jones mit einer radikal neuen Idee auf den Markt kam: ein Combo-Verst\u00e4rker speziell f\u00fcr Kontrabass, dessen Lautsprecher nicht nach vorne, sondern nach unten gerichtet war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erfahrungsberichte aus den USA waren vielversprechend, und so bestellte ich mir recht bald einen dieser Amps bei Rick Jones, der ihn mir als Einzelst\u00fcck auf die hiesigen 220 V umbaute. Und so nannte ich bald darauf den ersten Acoustic Image Contra in Europa mein eigen. Auf der B\u00fchne zog die eigentlich unscheinbare schwarze Tonne schnell die Blicke und Ohren auf sich: ein runder Amp? Und der Lautsprecher zeigt nach unten? Das Konzept kam weltweit gut an, der bassig-weiche Klang tat wohl, nachdem man jahrelang mittenbetonte Verst\u00e4rkerkl\u00e4nge gewohnt war. Aber auch an die omni-direkionale Schallabstrahlung musste ich mich erst gew\u00f6hnen. In manchen R\u00e4umen funktionierte das fantastisch \u2013 in anderen weniger gut. Und bei einem Open-Air-Gig blies der Amp den Klang zwar tapfer in den Rasen, kam aber nicht gegen die schallschluckenden Eigenschaften der Vegetation an \u2026  <\/p>\n\n\n\n<p>In den zur\u00fcckliegenden 20 Jahren hat Rick Jones seine Amps stets weiter entwickelt. Und der Erfolg der AI-Amps ermutigte auch andere Hersteller, die Bed\u00fcrfnisse von Kontrabassisten beim Design st\u00e4rker zur ber\u00fccksichtigen. Von Beginn an hatten die AI-Amps eine piezofreundliche hohe Eingangsimopedanz \u2013\u00a0dieses wenig augenf\u00e4llige Merkmal war das eigentlich wichtigste Feature des Amps. Fr\u00fch kam ein Modell mit zweitem (Mikrofon-)Kanal mit Phantomspeisung hinzu. Die Lautsprecher-Ausrichtung nach unten, urspr\u00fcnglich das \u201eMarkenzeichen\u201c der AI-Amps, gab Rick Jones aber vor einigen Jahren wieder auf. Der Doubleshot hat zwei \u201eR\u00fccken an R\u00fccken\u201c montierte Lautsprecher, der aktuelle Upshot schlie\u00dflich einen nach oben gerichteten Speaker \u2013 eine Idee, an der sich Ampeg mit dem \u201eFountain of sound\u201c bereits in den 1950er Jahren versuchte.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor ein paar Wochen st\u00fcrzte Rick Jones in der Dusche und erlitt eine Blutung im Gehirn. Nach der Behandlung und einer Operation glaubte seine Familie zun\u00e4chst, es ginge ihm besser, doch Mitte April wachte er mitten in der Nacht auf, fuhr in die Notaufnahme und brach dort zusammen, wobei er sich erneut den Kopf stie\u00df. Trotz der Bem\u00fchungen des Notaufnahme-Teams konnten er nicht wiederbelebt werden und starb. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend seit den 1980ern die Zahl der Kontrabass-Tonabnehmer kontinuierlich wuchs, blieb es auf dem Gebiet der Kontrabass-Verst\u00e4rker lange Zeit sehr \u00fcbersichtlich. 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