{"id":3512,"date":"2023-02-18T18:44:22","date_gmt":"2023-02-18T18:44:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=3512"},"modified":"2023-02-18T18:44:23","modified_gmt":"2023-02-18T18:44:23","slug":"das-dunkle-geheimnis-des-herrn-paganini","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=3512","title":{"rendered":"Das dunkle Geheimnis des Herrn Paganini"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute gibt es mal einen Fernsehtipp: Am Sonntag, 26. Februar um 22:40 sendet Arte \u201eeine filmische Reise durch 400 Jahre europ\u00e4ische Saitengeschichte\u201c. Die Dokumentation ist ab 25.2. auch in der Arte Mediathek zu sehen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Wir erschauern, wenn bei einer Auktion ein Spitzenpreis f\u00fcr eine Stradivari- oder Guarneri-Violine erzielt wird. Drehen wir das Rad der Zeit um 400 Jahre zur\u00fcck, dann werden wir \u00fcberrascht sein. &#8220;Die Geige wurde um die Saiten gebaut&#8221; ist ein \u00fcberlieferter Satz aus dieser Zeit. In der Saite lag das Vollkommen-Nat\u00fcrliche, der &#8220;g\u00f6ttliche Klang&#8221;. Die Saiten wurden nach streng geheim gehaltenen Rezepturen gefertigt. Die Saitenproduzenten in den Bergd\u00f6rfern der Abruzzen arbeiteten im Auftrag von Rom und des Vatikans. In anderen L\u00e4ndern versuchte man vergeblich, die Qualit\u00e4t der italienischen Saiten zu erreichen. Diese wurden deshalb zum wichtigen Handelsgut, das Rom und dem Vatikan enorme Einnahmen bescherte. Ab dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg verh\u00e4ngte Rom \u00fcber die reformierten L\u00e4nder immer wieder Saitenembargos. Noch im 19.\u00a0Jahrhundert reiste Paganini mit einer versteckten Kiste durch Europa. Sie enthielt die besonderen Saiten zum Verkauf an so manchen sehns\u00fcchtig wartenden Musiker.<br \/>Die Dokumentation folgt dem italienischen Chemiker <a href=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=3410\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=3410\">Mimmo Peruffo<\/a> in das alte Bergdorf Salle, wo er in den 1990erJahren Informationen von den letzten Saitenmachern \u00fcber das Saitengeheimnis erhielt. Mit dem Cellisten Claudio Ronco begann der Chemiker mit dem Nachbau. Sie ben\u00f6tigten drei Jahrzehnte, bis Saiten entstanden, die in den Klangeigenschaften eine weitgehende Anlehnung an die &#8220;corde divine&#8221; darstellten. Heute ist die Nachfrage steigend. Musikaus\u00fcbende suchen verst\u00e4rkt nach dem besonderen, alten Klang. Was diesen Klang ausmacht, ist eine der \u00dcberraschungen dieser an Unerwartetem reichhaltigen Dokumentation, in der auch Paganinis Geist seinen Platz findet.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute gibt es mal einen Fernsehtipp: Am Sonntag, 26. Februar um 22:40 sendet Arte \u201eeine filmische Reise durch 400 Jahre europ\u00e4ische Saitengeschichte\u201c. Die Dokumentation ist ab 25.2. auch in der Arte Mediathek zu sehen: Wir erschauern, wenn bei einer Auktion ein Spitzenpreis f\u00fcr eine Stradivari- oder Guarneri-Violine erzielt wird. Drehen wir das Rad der Zeit &hellip; <a href=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=3512\" class=\"more-link\">Read more <span class=\"screen-reader-text\">Das dunkle Geheimnis des Herrn Paganini<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3512","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3512","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3512"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3512\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3513,"href":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3512\/revisions\/3513"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}