{"id":2115,"date":"2016-07-27T21:39:40","date_gmt":"2016-07-27T21:39:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=2115"},"modified":"2016-07-27T21:39:40","modified_gmt":"2016-07-27T21:39:40","slug":"mit-dem-kontrabass-in-der-bahn-unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=2115","title":{"rendered":"Mit dem Kontrabass in der Bahn unterwegs"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2117\" src=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_2410-375x500.jpg\" alt=\"IMG_2410\" width=\"375\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_2410-375x500.jpg 375w, https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_2410-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/p>\n<p>Letzte Woche reiste ich per Bahn zu einem Auftritt am anderen Ende der Republik, nach Pommern. Im Nahverkehr bin ich ja regelm\u00e4\u00dfig mit Bass unterwegs, aber bei weiteren Strecken gebe\u00a0ich meistens dem Auto den Vorzug, denn zum Bass kommen ja in der Regel\u00a0auch noch Verst\u00e4rker und andere Dinge, die man unm\u00f6glich als Bahnreisender alleine transportieren kann.<\/p>\n<p>Im Nahverkehr hatte ich bislang keine Probleme mit dem sperrigen Transportgut. Die S-Bahnen und Regionalexpress-Z\u00fcge, die die Bahn im Rhein-Main-Gebiet einsetzt, haben allesamt gro\u00dfz\u00fcgige Bereiche, die f\u00fcr Gep\u00e4ck, Kinderwagen, Rollst\u00fchle und Fahrr\u00e4der ausgewiesen sind \u2013 von au\u00dfen erkennbar an dem gro\u00dfen Fahrrad-Piktogramm auf den Waggons.\u00a0Die Mitnahme eines Fahrrads ist bei uns im Preis explizit inbegriffen, allerdings sind die Fahrpreise hier vergleichsweise hoch; in den meisten deutschen und europ\u00e4ische Metropolen ist man g\u00fcnstiger unterwegs. Mit Fahrrad wird man aber dennoch von anderen Fahrg\u00e4sten recht oft angep\u00f6belt \u2013\u00a0ein Fahrrad im Zug ist aus welchen Gr\u00fcnden auch immer ziemlich provokant. Mit Kontrabass ist mir das aber noch nicht passiert; zumindest im Frankfurter Nahverkehr scheint er ein Sympathietr\u00e4ger zu sein.<\/p>\n<p>Ganz anders sieht es im Fernverkehr aus. In den ICEs der Deutschen Bahn gibt es keine Gep\u00e4ckabteile, und auch sonst fehlt es an Raum f\u00fcr Gep\u00e4ck. Die Mitnahme von Fahrr\u00e4dern ist generell untersagt, und Kinderwagen m\u00fcssen zusammengeklappt werden. Da wundert es nicht, dass Kontrab\u00e4sse nicht gern gesehen sind \u2013 obwohl sie eigentlich erlaubt sind.\u00a0Die Bahn unterscheidet in ihren Bef\u00f6rderungsbestimmungen zwischen <em>Handgep\u00e4ck <\/em>und<em> Traglasten<\/em>. Als Handgep\u00e4ck gelten leicht tragbare Gegenst\u00e4nde, die unter bzw. \u00fcber dem Sitz untergebracht werden k\u00f6nnen. In diese Kategorie f\u00e4llt ein Kontrabass nicht \u2013\u00a0er ist eine sogenannte Traglast:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eNeben Handgep\u00e4ck darf der Reisende ein St\u00fcck Traglast mit sich f\u00fchren. Traglasten sind Gegenst\u00e4nde, die \u2013 ohne Handgep\u00e4ck zu sein \u2013 von einer Person getragen werden k\u00f6nnen. Gegenst\u00e4nde, die andere Reisende behindern, bel\u00e4stigen oder Sch\u00e4den verursachen k\u00f6nnen, d\u00fcrfen nicht mitgenommen werden. Die Beaufsichtigung obliegt dem Reisenden.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Soweit die Theorie. In der Praxis machen Kontrabassisten aber ganz unterschiedliche Erfahrungen mit der Umsetzung der Gep\u00e4ck-Regeln durch das Bahnpersonal. Auf meiner letzten Reise im ICE hatte ich auf dem Hinweg Gl\u00fcck: der Zug war recht leer, und das Flightcase (Bass mit abnehmbarem Hals) parkte im Bereich des \u00dcbergangs von den Abteilen zum Gro\u00dfraumwagen, wo der Durchgang etwas breiter ist.<\/p>\n<p>Bei der R\u00fcckreise hingegen war der Zug voll. Ich parkte das Flightcase zun\u00e4chst im Gang vor meinem Abteil-Sitzplatz, was die Schaffnerin aber nicht gestatten wollte. Sie pochte auf freie Fluchtwege. Da fast \u00fcberall, wo etwas mehr Platz war, bereits Fahrg\u00e4ste ohne Reservierung campierten, wurde es dann doch noch schwierig, einen Platz f\u00fcr den Bass zu finden. Schlie\u00dflich durfte ich den Koffer im Eingangsbereich vor den Au\u00dfent\u00fcren ablegen &#8211; flach, damit er nicht wegrollt. Mit einem Kontrabass in Tasche h\u00e4tte ich mich das nicht getraut.<\/p>\n<p>Fazit: Man darf den Bass als Traglast zwar eigentlich mitnehmen, aber wenn der Zug voll ist, hat man ein Problem, einen geduldeten Platz zu finden. Die Zugbegleiter sind daf\u00fcr verantwortlich, dass Fluchtwege frei bleiben, und lassen sich nicht unbedingt davon beeindrucken, wenn man ihnen aus den Bef\u00f6rderungsrichtlinien f\u00fcr Traglasten vorliest, dass die Kontrabassmitnahme erlaubt ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche reiste ich per Bahn zu einem Auftritt am anderen Ende der Republik, nach Pommern. 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