{"id":1890,"date":"2014-10-23T08:34:12","date_gmt":"2014-10-23T08:34:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=1890"},"modified":"2014-10-23T10:41:42","modified_gmt":"2014-10-23T10:41:42","slug":"jazz-in-beijing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=1890","title":{"rendered":"Jazz in Beijing"},"content":{"rendered":"<p>Nein, eine besonders gro\u00dfe Affinit\u00e4t zum Jazz haben die Chinesen leider nicht. Das kleinere Nachbarland S\u00fcdkorea hat eine viel\u00a0lebendigere Jazzszene, und Japan ja sowieso. Wie in Deutschland hat das sicher mit den dort stationierten amerikanischen Streitkr\u00e4ften zu tun, die in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg f\u00fcr eine schnelle Verbreitung des Jazz sorgten. Dennoch gibt es auch in Peking eine Jazzszene, die aber,\u00a0gemessen an den 21 Mio. Einwohnern der chinesischen Hauptstadt, sehr, sehr klein ist.<\/p>\n<p>Das East Shore Jazz Caf\u00e9 ist wahrscheinlich der f\u00fcr die lokale Szene wichtigste\u00a0Jazzclub\u00a0in Peking. Er liegt im ersten Stock, mit sch\u00f6ner Aussicht auf ein bunt beleuchtetes, lebendiges Kneipenviertel am Fluss. Der Eintritt ist frei, und die Getr\u00e4nke sind moderat bepreist (35 \u00a5 f\u00fcr ein Bier, das sind rund 4 \u20ac). Die Atmosph\u00e4re ist locker, und bei den meisten Konzerten ist es \u00fcblich, das Gastmusiker einsteigen und mit den \u00f6rtlichen\u00a0(bzw. eingewanderten) Musikern jammen.<br \/>\nDas East Shore Jazz Caf\u00e9 ist gut mit der U-Bahn (Station Nanluoguxiang, Linie 6) zu erreichen.\u00a0Allerdings nur auf dem Hinweg, denn die letzte Bahn f\u00e4hrt schon gegen 23 Uhr \u2013 f\u00fcr den R\u00fcckweg muss man also Taxi einplanen, was in China aber ja nicht allzu teuer ist.<\/p>\n<p>Der Yue Fu Jazzclub und Weinbar liegt im 15. Stock eines luxuri\u00f6sen Hotels, aber etwas ab vom Schuss. Hier treten auch regelm\u00e4\u00dfig bekannte internationale Musiker\u00a0auf, und das Publikum sind eher Touristen aus Europa und USA als Einheimische. Der Eintritt wird wie in New Yorker Clubs je Set erhoben, die Getr\u00e4nkekarte f\u00e4ngt mit\u00a080\u00a0\u00a5 (9,50 \u20ac) f\u00fcr ein Glas Wein an. Die Atmosph\u00e4re ist eher konzertant, man h\u00f6rt aufmerksam zu und f\u00fchrt Gespr\u00e4che, wenn \u00fcberhaupt, nur fl\u00fcsternd.<br \/>\nDen Yue Fu Jazzclub erreicht man am besten mit dem Taxi. Da es ein neues und altes MOMA Hotel gibt, muss man etwas aufpassen, dass man nicht wie wir zum\u00a0falschen gebracht wird. Beide sind aber nur 5 Minuten voneinander entfernt; wir hatten das Gl\u00fcck, auf der Stra\u00dfe einen ortskundigen Spanier zu treffen, der uns den richtigen Weg wies.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?attachment_id=1894\" rel=\"attachment wp-att-1894\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1894\" src=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/IMG_1528-500x375.jpg\" alt=\"EastShoreJazz\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/IMG_1528-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/IMG_1528-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>East Shore Jazz Caf\u00e9<\/strong><br \/>\nEast Houhai \/ Yandai Xiejie \/ Di&#8217;anmen<br \/>\n\u540e\u6d77\u70df\u888b\u659c\u8857\u5730\u5b89\u95e8<br \/>\n2. Stock, 2 Qianhai Nanyanlu (direkt neben bzw. hinter dem Postamt Di&#8217;anmenwai Dajie)<br \/>\nXicheng District<br \/>\n\u897f\u57ce\u533a<br \/>\n\u5730\u5b89\u95e8\u5916\u5927\u8857\u524d\u6d77\u5357\u6cbf2\u53f7\u697c2\u5c42<br \/>\nt\u00e4glich vom 15 bis 2 Uhr ge\u00f6ffnet, Eintritt frei<br \/>\nTel. 8403 2131<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1893\" src=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/YueFuJazz-500x374.jpg\" alt=\"YueFuJazz\" width=\"500\" height=\"374\" srcset=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/YueFuJazz-500x374.jpg 500w, https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/YueFuJazz.jpg 526w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p><strong>Yue Fu Jazz<\/strong><br \/>\nDangdai MOMA Hotel<br \/>\n15. Stock, Geb\u00e4ude T6, 1 Xiangheyuan Lu<br \/>\nDongcheng District<br \/>\n\u4e1c\u57ce\u533a<br \/>\n\u4e1c\u57ce\u533a\u9999\u6cb3\u56ed\u8def1\u53f7\u5f53\u4ee3MOMA\u5317\u533aT6\u5ea715\u5c42<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/yuefujazz\" target=\"_blank\">www.facebook.com\/yuefujazz<\/a><\/p>\n<p>Stichwort Ausgehen: mein hei\u00dfer Tipp ist das Hutgong-Viertel s\u00fcdlich der\u00a0Station\u00a0Nanluoguxiang\u00a0(Linie 6). Mittendrin\u00a0befindet sich auch die wichtigste Schauspiel-Schule Chinas. Hier kann man stundenlang flanieren: es bietet neben kleinen Gesch\u00e4ften und Boutiquen eine Vielzahl sch\u00f6ner Kneipen und Restaurants, die allerdings meistens schon gegen 21\u201322 Uhr schlie\u00dfen. Man muss also etwas fr\u00fcher aufbrechen als gewohnt, da es aber bereits um 18 Uhr stockfinster ist,\u00a0gew\u00f6hnt man sich schnell dran.<\/p>\n<p>Woran man sich auch erst gew\u00f6hnen muss, ist der Umstand, dass man als blonder, blau\u00e4ugiger Europ\u00e4er hier ein auff\u00e4lliger Exot ist. Die Chinesen gehen damit aber unbefangener um als wir in Deutschland. Vor allem von den\u00a0vielen\u00a0chinesische Touristen vom Land wird man oft\u00a0angesprochen\u00a0und um ein gemeinsames Selfie gebeten, als w\u00e4re man\u00a0ein Pop-Star. Auf der schmalen Hauptstra\u00dfe des Hutong-Viertels sorgte so eine deutsche Touristen-Familie unbeabsichtigt f\u00fcr Stau, denn den\u00a0blonden Nachwuchs\u00a0wollte sich als Fotomotiv niemand entgehen lassen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?attachment_id=1895\" rel=\"attachment wp-att-1895\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1895\" src=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-13-10.54.00-500x375.jpg\" alt=\"2014-10-13 10.54.00\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-13-10.54.00-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-13-10.54.00-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, eine besonders gro\u00dfe Affinit\u00e4t zum Jazz haben die Chinesen leider nicht. Das kleinere Nachbarland S\u00fcdkorea hat eine viel\u00a0lebendigere Jazzszene, und Japan ja sowieso. Wie in Deutschland hat das sicher mit den dort stationierten amerikanischen Streitkr\u00e4ften zu tun, die in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg f\u00fcr eine schnelle Verbreitung des Jazz sorgten. 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