{"id":1236,"date":"2012-05-01T09:21:53","date_gmt":"2012-05-01T09:21:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=1236"},"modified":"2012-05-01T10:40:16","modified_gmt":"2012-05-01T10:40:16","slug":"heute-schon-geubt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=1236","title":{"rendered":"Heute schon ge\u00fcbt?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Blue Bossa<\/strong> von Kenny Dorham ist eine dieser typischen Session-Nummern: eing\u00e4ngig, leicht zu merken, gut in Anf\u00e4nger-tauglichem Tempo zu spielen. Kaum ein Session-Abend, an dem nicht irgendjemand Blue Bossa vorschl\u00e4gt. Also eine ziemlich abgedroschene Nummer, in den Top-Ten der meistgespielten Session-Standards ziemlich weit oben.<\/p>\n<p>Letzte Woche war ich im Jazzkeller bei Al Foster, den das nicht weiter st\u00f6rte und das zweite Set mit <em>Blue Bossa<\/em> er\u00f6ffnete. Allerdings spielte sein Bassist, Doug Weiss, nicht das \u00fcbliche Klischee-Bossa-Pattern, sondern die Figur, die Bassist Butch Warren auf <a href=\"http:\/\/itunes.apple.com\/de\/album\/blue-bossa\/id17285414?i=17285355\">Joe Hendersons\/Kenny Dorhams Original-Aufnahme<\/a> (\u201ePage One\u201c\/Blue Note Records) einspielte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/bluebossa-bass1.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1238\" title=\"bluebossa-bass\" src=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/bluebossa-bass1-500x61.gif\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"61\" srcset=\"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/bluebossa-bass1-500x61.gif 500w, https:\/\/www.kontrabassblog.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/bluebossa-bass1.gif 932w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eigentlich schade, dass man diese Figur so selten zu h\u00f6ren bekommt. Vermutlich war dieses Pattern f\u00fcr Kenny Dorham ein integraler Teil seiner Komposition, der sich mit Klavier-Begleitung und Melodie perfekt zu einem komplexen Ganzen zusammenf\u00fcgt. Schwierig zu spielen ist das Pattern eigentlich nicht \u2013 aber wenn man die Nummer schon ewig anders spielt, ist es gar nicht so einfach, \u201eumzuschalten\u201c und nicht in alte Muster zur\u00fcck zu fallen.<br \/>\nInteressantes Detail: Butch Warren macht ausgiebig Gebrauch von Flageolett-T\u00f6nen (1. Oktave G und D-Saite; siehe zweiter Takt). Das funktioniert so nur in der Original-Tonart. Da Blue Bossa aber ohnehin keine S\u00e4ngerinnen-Nummer ist, d\u00fcrfte man selten in die Verlegenheit kommen, es in einer anderen Tonart spielen zu m\u00fcssen. Es gibt aber tats\u00e4chlich auch einen Liedtext zu <em>Blue Bossa<\/em> (bzw. <em>It\u2019s no time to be blue<\/em>). Er stammt von einem anderen Kenny: Gitarrist Kenny Burrell. Ich hatte ihn zuvor noch nie singen geh\u00f6rt, aber\u00a0<a href=\"http:\/\/itunes.apple.com\/us\/album\/its-no-time-to-be-blue\/id159510835?i=159510857\">hier tut er es<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blue Bossa von Kenny Dorham ist eine dieser typischen Session-Nummern: eing\u00e4ngig, leicht zu merken, gut in Anf\u00e4nger-tauglichem Tempo zu spielen. Kaum ein Session-Abend, an dem nicht irgendjemand Blue Bossa vorschl\u00e4gt. Also eine ziemlich abgedroschene Nummer, in den Top-Ten der meistgespielten Session-Standards ziemlich weit oben. 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