{"id":1148,"date":"2012-01-25T16:04:51","date_gmt":"2012-01-25T16:04:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=1148"},"modified":"2012-01-25T16:08:52","modified_gmt":"2012-01-25T16:08:52","slug":"der-deutsche-jazz-in-kontroverser-diskussion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kontrabassblog.de\/?p=1148","title":{"rendered":"Der deutsche Jazz in kontroverser Diskussion"},"content":{"rendered":"<div>Man liest und h\u00f6rt zur Zeit ungewohnt viel \u00fcber den Jazz. Dabei wird die Debatte auf den Leserbriefseiten und den Online-Foren durchaus kontrovers gef\u00fchrt und zeigt: es steckt noch immer eine ziemliche Lebendigkeit in der Jazz-Szene.<br \/>\nDas Jazzinstitut Darmstadt fasst in seinem Pressespiegel einige Stimmen zusammen und gibt einen anschaulichen \u00dcberblick \u00fcber den Stand der Diskussion:<\/div>\n<blockquote>\n<div>Der Saxophonist Michael Hornstein hat in einem langen Artikel f\u00fcr eine f\u00fchrende deutsche Tageszeitung eine erhitzte Debatte unter Musikern und der deutschen Jazz-Community angefacht, in dem er behauptet, der Jazz habe in\u00a0<strong>Deutschland <\/strong>jegliche gesellschaftliche Relevanz verloren (S\u00fcddeutsche Zeitung; der Artikel ist nicht frei online zu lesen, findet sich aber\u00a0<a href=\"http:\/\/dl.dropbox.com\/u\/11379773\/Betriebsst%C3%B6rung%20Jazz.pdf\">mittlerweile auch anderswo<\/a>).\u00a0Im Prinzip behauptet Hornstein, dass im deutschen Jazz in den letzten 20 Jahren nichts Interessantes mehr passiert sei; dass die einzigen Leute, die durch Jazz etwas verdienen w\u00fcrden, Journalisten, Konzertveranstalter und Jazzinstitute (!) seien; dass Musiker kaum noch Rundfunk-Jobs erhielten; dass Lehrer an Hochschulen mit Jazzabteilungen meist selbst nie professionelle Musiker gewesen seien; dass zu viele Musiker lieber Eigenkompositionen als Standards spielten; dass Musiker \u00fcber 40 es schwer h\u00e4tten, ein Engagement zu ergattern und auch von der \u00f6ffentlichen Hand, also beispielsweise dem Goethe-Institut kaum gef\u00f6rdert w\u00fcrden; dass die Musiker sich an \u00e4sthetischen Konzepten von gestern festklammerten und seit den fr\u00fchen 1990er Jahren nichts Neues mehr entwickelt h\u00e4tten&#8230; und so weiter und so fort &#8230; Wie k\u00f6nne man da also erstaunt sein, dass das Publikum dem allem nicht mehr folge. Puh! Jede dieser Behauptungen verdient zumindest ein riesiges Fragezeichen, eigentlich aber vehementen Einspruch. Hornstein ist selbst Musiker und es w\u00e4re billig, diesen Artikel nur auf pers\u00f6nliche Frustrationen seinerseits zur\u00fcckzuf\u00fchren. Was uns viel mehr erstaunt ist: Wie kann ein so schlecht recherchierter Artikel in einer f\u00fchrenden deutschen Tageszeitung wie der S\u00fcddeutschen erscheinen?<!--more--> Etwas hat die Zeitung auf jeden Fall geschafft: Musiker melden sich zu Wort und legen Einspruch ein (<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/events\/237325926343385\/\">Facebook<\/a>), und diese Diskussion findet \u00fcbrigens auch auf unserer Facebookseite statt (<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/profile.php?id=1772267652\">Facebook Jazzinstitut<\/a>). Michael R\u00fcsenberg schreibt einen offenen Brief an den Chefredakteur der S\u00fcddeutschen, Kurt Kister (<a href=\"http:\/\/www.jazzcity-net-edition.de\/mundgeruch\/993-thatas-jazz-thatas-sz\">Jazz City<\/a>). Hans Hielscher zeigt sich w\u00e4hrenddessen von den heftigen Diskursen in der deutschen Jazz-Community \u00fcberrascht und kontrastiert einige der kritischen Stimmen mit starken \u00e4sthetischen und \u00f6ffentlichkeitswirksamen Aktivit\u00e4ten des deutschen Jazz aus j\u00fcngster Zeit (<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/musik\/0,1518,810444,00.html\">Spiegel Online<\/a>). Sein Artikel wurde \u00fcbrigens ganz knapp vor Hornsteins Tirade ver\u00f6ffentlicht und bezieht sich damit nicht auf diese.<\/div>\n<\/blockquote>\n<div>Quelle:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/Jazznews\/newsblogindex-de.htm\">http:\/\/www.jazzinstitut.de\/Jazznews\/newsblogindex-de.htm<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man liest und h\u00f6rt zur Zeit ungewohnt viel \u00fcber den Jazz. Dabei wird die Debatte auf den Leserbriefseiten und den Online-Foren durchaus kontrovers gef\u00fchrt und zeigt: es steckt noch immer eine ziemliche Lebendigkeit in der Jazz-Szene. 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