Tag Archive for 'Werkstatt'

Werkstatt-Tipp: festsitzende Stachel

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Der Kontrabass-Stachel wird, wie auch der Cellostachel, üblicherweise nur gesteckt und nicht geleimt. Sowohl Birne als auch Loch sind konisch, so dass diese gesteckte Verbindung ohne Leim ausreichend fest sitzt, und normalerweise leicht wieder gelöst werden kann.

Manchmal sitzt aber die Stachelbirne so fest, dass er sich nicht ohne Weiteres herausziehen lässt. Recht einfach gelingt es mir zumeist mit einem alten Hammer, den Stachel herauszubekommen. Den Hammerstiel habe ich entfernt, und das Loch innen mit Filz beklebt, damit der Stachel keine Kratzer bekommt. Die Gummi-Schraubspitze wird abgeschraubt, der Hammer aufgefädelt (das Loch passt recht exakt für einen ø 10 mm-Stachel), und dann eine große Unterlegscheibe aufgeschraubt. Zwei, drei beherzte Schläge reichen meistens, und die Stachelbirne ist gelöst.

Basteltipp: Stimmstock-Taster

stimmstocktaster.jpgAus einem alten, verschlissenen Eckspanner (einer Mappe im A4-Format) habe ich eine Reihe von nützlichen Werkstatt-Helferlein gebastelt. Das Material des Eckspanners hat ganz interessante Eigenschaften: es ist weich, lässt sich also mit der Schere schneiden und hinterlässt im Lack keine Kratzer. Und gleichzeitig ist es fester, steifer und wasserfester als Pappe.
Meine erste Bastelarbeit ist ein Stimmstock-Fühler: vom Rücken her schneide ich einen rund 3 cm breiten Streifen doppellagig ab. Am offenen Ende zwacke ich noch eine Ecke ab: mit dieser ertaste ich den Stimmstock im Korpusinneren, und mache seine Position auf der Deckenoberseite „sichtbar“.
Aus anderen Reststücken habe ich mir verschiedene Schablonen geschnitten, um damit z. B. die Saitenkerben an Steg und Sattel zu messen und anzureißen.

Nur noch mit Feinstaubplakette

p1000812.JPGHeute wurde mein Staubfilteranlage geliefert, den ich mir für meine Werkstatt bestellt habe: der Microclene MC-1000 der britischen Firma Acrol. Eine Basswerkstatt ist ja stets eine staubige Angelegenheit. Besonders der Ebenholzstaub, der beim Abrichten der Griffbretter entseht, ist fies. Nicht nur, dass er sich als schwarze Schicht auf Regalen und in den Ecken weithin sichtbar ablagert, er ist auch noch besonders belastend für die Gesundheit, wenn man ihn einatmet. Deswegen arbeite ich an Griffbrettern siewieso schon nur mit Staubmaske. Der MC-1000 soll nun stündlich etliche Kubikmeter Luft umwälzen und filtern – meine Frau, die viel gesundheitsbewusster ist als ich, ist begeistert und staunt, dass ich von selbst auf die Idee gekommen bin, den Filter anzuschaffen. Der MC-1000 wird an die Decke gehängt und bei staubigen Arbeiten eingeschaltet. Im Betrieb ist er viel leiser als ein Staubsauger, aber dennoch unüberhörbar. Der Sound ist aber nicht schrill oder dröhnig, insofern tolerabel. Optimal scheint mir der Platz direkt über der Werkbank zu sein; da ist auch die Steckdose nicht weit. Allerdings muss ich dazu erst noch einen Haken in die Betondecke rammen.

„Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann.“  Loriot