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Stegschrauben-Tricks

Die klanglichen Eigenschaften von Stegschrauben ist ein oft diskutiertes Thema im Bassbau. Sie sind schon sehr praktisch, aber schaden sie vielleicht dem Klang mehr als sie der Bespielbarkeit nützen? Oder wiegt die stets optimale Saitenlage etwaige Dämpfungseffekte klanglich wieder auf? Welche Schrauben sind die besten? In Amerika, wo die Stegschrauben in den 1930ern erstmals auch im Bassbau verwendet wurden, findet man sie heute auf fast jedem Bass. Hierzulande ist man da aber etwas zurückhaltender – wohl auch aufgrund konstanterer klimatischer Bedingungen.
Andrew Brown hat sich vor einigen Jahren einmal die Arbeit gemacht, und Stellschrauben aus verschiedenen Materialien mit wissenschaftlicher Akribie untersucht. Sein Ergebnis: leichte Schrauben aus Holz und Aluminium haben tatsächlich weniger Auswirkung auf den Klang als schwerere aus Messing.
Stellschrauben zur Höhenverstellung unterscheiden sich nicht nur im Material, sondern auch in Design und Konstruktion. Die Patentmechaniken von Franz Moser, quasi der Mercedes unter den Stegschrauben, sind mit ihrem kugelförmigen Gelenk und Feingewinde natürlich sehr leichtgängig. Einfache Aluminiumschrauben, die direkt in ein ins Holz geschnittenes Gewinde geschraubt werden, sind zwar sehr leicht und von geringer Dämpfung, aber unter der Last der gestimmten Saiten zunächst sehr schwergängig. Aber hier kann man mit einfachen Mitteln Abhilfe schaffen. Ein einfaches Hausmittel ist Kerzenwachs oder Graphit (Bleistift), mit dem man das Alugewinde einreibt. Die Auflageflächen der Schraube, auf denen der Steg steht, kann man ebenfalls mit einem weichen Bleistift einreiben, um hier für weniger Reibung zu sorgen.
Noch weiter reduzieren lässt sie die Reibung, wenn man zwischen Schraube und Stegfuß (oder Stegoberteil – das kommt darauf an, wie herum die Schrauben eingebaut sind) eine Unterlegscheibe legt.

Um das Gewinde noch leichtgängiger zu machen, gibt es aber noch einen weiteren Trick: im Baumarkt bekommt man hauchdünnes Teflon-Band, das im Sanitärbereich das traditionelle Hanf zum Dichten von Wasseranschlüssen abgelöst hat. Dieses Teflonband wickelt man um das Gewinde: es schmiegt sich eng an, und macht es gleitfähiger.
Stegschrauben

Frühstücksfernsehen

Smalls NYC

New York – die Hauptstadt des Jazz. Leider zu weit weg, um spontan mal eben kurz hinzufahren und durch die Clubs zu ziehen …
Der  New Yorker Jazzclub Smalls hat eine Webcam installiert, die live ins Internet überträgt, was so im Club stattfindet. So kann man immerhin am heimischen Computer-Bildschirm das Geschehen miterleben. Allerdings zu nachtschlafener Zeit: ich habe es heute morgen das erste Mal geschafft, rechtzeitig aufzustehen und mal mal reinzuschauen. Leider endete die heutige Session schon um halb drei Ortszeit, also halb neun MEZ.

Jazzfotos von Werner Kohn auf Issuu

Auf Issuu, einer Art digitalem Zeitschriftenkiosk, habe ich dieses Buch mit Jazzfotografien von Werner Kohn entdeckt:

Open publication - Free publishing - More armstrong

Meisterkurs Kontrabass und Kammermusik mit Frank Reinecke

3. September 2010bis12. September 2010

„Meisterkurs Kontrabass und Kammermusik mit Frank Reinecke  (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks); willkommen sind Schüler, Studenten, Berufsmusiker, Musikpädagogen und ambitionierte Amateure, die ein Programm ihrer Wahl intensiv erarbeiten wollen. Jeder Teilnehmer erhält täglich Einzel- bzw. Ensembleunterricht.
In freundlicher Atmosphäre können wertvolle Hilfestellungen bei der Lösung individueller Probleme im instrumentalen und künstlerischen Bereich gegeben werden. Es geht um stilistische und interpretatorische Themen, die avancierte Erarbeitung von klassischer Solo- und Orchesterliteratur, ebenso um Fragen über Haltung und Atem, richtiges und falsches Üben, Umgang mit Nervosität, Anforderungen bei Spitzenorchestern, Probespieltraining. Es wird eine moderne, flexible Bogentechnik vermittelt. Spezialgebiet: Neue Musik, mikrotonale Musik, Fragen zur Intonation.“
Weitere Infos: www.muehldorfer-sommerakademie.de und www.duoslaattoreinecke.com

Mühldorfer Sommerakademie 2010 – Meisterkurse für Streicher, Flötisten und Pianisten

Städtische Musikschule Mühldorf a.Inn
Stadtplatz 52, D-84453 Mühldorf a.Inn
Tel: +49 8631 612-280

Neues Bassmikro: dpa 4099B

dpa4099bDer renommierte dänische Mikrofon-Spezialist DPA bietet in seiner 4099-Serie auch ein für Kontrabass optimiertes Anklemm-Mikrofon an.
Die Modelle der 4099-Serie sind Mikrofone mit individuellen Halterungen für unterschiedliche Instrumente, die alle in Dänemark von Hand gefertigt werden. Das Modell für Kontrabass kommt mit einer Gummi-Halterung, die an die Saiten zwischen Steg und Saitenhalter (engl.: afterlength) geklemmt wird. In dieses Gummiteil wird der Schwanenhals, an dem das Mikro befestigt ist, hineingesteckt. Mikro und Schwanenhals sind erstaunlich leicht. Das mit der Kapsel fest verbundene Kabel hat einen winzigen Stecker, der in einen XLR-Adapter gesteckt wird. Über diesen muss es – wie alle Kondensator-Mikros – zum Betrieb phantomgespeist werden.

Dank Supernieren-Charakteristik ist das 4099B im Vergleich zu anderen Mikros ziemlich rückkoppelungsfest. Außerdem verarbeiten die Mikros extreme Schalldruckpegel – beide Eigenschaften lassen das Mikro auch für den Einsatz als Live-Mikro auf der Bühne eine gute Figur machen.

Im Praxistest erweist sich die Befestigung des Mikros tatsächlich als so einfach, wie es die Hersteller-Bilder suggerieren. Das Gummiteil wird einfach eingeklemmt – fertig. Um den Sweet Spot (die beste Stelle zur Abnehme des Klangs) zu finden, kann man es auf den Saiten verschieben, und so einen recht weiten Bereich um den den Steg herum abdecken. Es gibt auch keine scharfen Kanten und Ecken, mit denen man den Lack zerkratzen könnte – auch das erleichtert die Handhabung. Leider kann das Gummiteil nicht alle Resonanzen von afterlength und Saitenhalter dämpfen; so übertragt sich auch Körperschall vom Bass auf die filigran am Schwanenhals aufgehängte Mikrokapsel. Inwieweit das stört oder tolerabel ist, kommt dann (wie immer …) auf das Instrument und die Raumakustik an.
Der Bassist Chris Minh Doky, der auch auf der Verpackung abgebildet ist, benutzte das 4099B übrigens schon, bevor die Gummihalterung auf den Markt kam – er bohrte einfach unterhalb des Herzens ein Loch in den Steg, und steckte den Schwanenhals dort hinein.

erhältlich bei www.kontrabass-atelier.de

Sonderbares Arbeitsplatz-Gewinnspiel

Die Schnapsbrennerei Jack Daniels verlost Arbeitsplätze als Aufbauhelfer bei einem Rockfestival. Die Gewinnchancen kann man erhöhen (oder mindern …), wenn man ein Bild von sich mitschickt, dafür braucht man aber auch nicht wirklich zu arbeiten, wenn man nicht möchte: „Sofern der Teilnehmer das wünscht, ist er berechtigt, aber nicht verpflichtet, den Bands und ihren Managern während der Tour Roadie-typische Unterstützungsleistungen zu erbringen, z. B. beim Aufstellen und Anschließen der Verstärkeranlage.“
Geld gibt’s für’s Kistenschleppen keines, nur ein bedrucktes T-Shirt: „Es besteht Einvernehmen zwischen den Parteien, dass der Gewinn des Preisausschreibens darin besteht, dass der Teilnehmer als Roadie an dem Festival teilnehmen darf. Insbesondere erhält der Teilnehmer über die Teilnahme an der Tour hinaus für seine Leistungen kein Entgelt.“ Dafür muss man aber für die Dauer der (unbezahlten!) Tätigkeit eine Krankenversicherung abschließen.
Die Welt der Rockfestivals ist mir doch sehr fremd, und wird es wohl immer bleiben.

Off topic: Der Flattr-Button

Aufmerksame Lesern haben vielleicht den neuen orange-grüne Button in der Seitenleiste bemerkt: der flattr-Button. flattr ist ein neuer Micropayment-Dienst, der mir heute morgen auf taz.de und fscklog.de aufgefallen ist. flattr ist eine einfache Möglichkeit zur Geldverteilung an Netzinhalte, die man gerne liest, sieht, hört oder nutzt. Bei den klassischen Printmedien wie Zeitung und Magazinen funktioniert die Finanzierung über die Werbeeinahmen und die Verkaufserlöse. Doch im Internet funktioniert das nicht, obwohl der eine oder andere gerne bereit wäre, seiner Wertschätzung auch monetär Ausdruck zu verleihen und für konsumierte Netzinhalte freiwillig etwas zu zahlen. Den meisten ist es aber einfach zu umständlich, sich wegen 20 Cent irgendwo einzuloggen, oder gar eine Banküberweisung auf den Weg zu bringen. Von Sicherheitsaspekten mal ganz abgesehen.

Die neue Idee hinter flattr ist so einfach wie überzeugend: als Mitglied bei flattr (das ich nun bin) zahlt man jeden Monat einen beliebigen Betrag ein,  mindestens jedoch 2 €. Gefällt einem eine Website (oder Artikel, Foto, Musikstück, Software, …), so klickt man auf den flattr-Button (sofern vorhanden). Am Ende eines Monats wird der gezahlte Betrag unter allen angeklickten flattr-Empfängern verteilt – hat man z.B. nur einen Artikel für gut befunden, bekommt der Autor die 2 € komplett; hat man 200 angeklickt, bekommt jeder Autor einen Cent. Um all das muss man sich als Konsument aber dann gar nicht kümmern – ein Mausklick genügt jeweils, um jemanden etwas Gutes zu tun.
Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele meiner Lieblingswebsites sich rasch einen flattr-Button zulegen, damit ich mein Geld auch sinnvoll adressieren kann …

(mehr dazu auch hier: Spreeblick)

Autotest: Citroën Xsara Picasso

Unlängst war es mal wieder soweit: der Hauptuntersuchung meines Autos wurde fällig. Eine neue Batterie hatte ich meinem in die Jahre gekommenen Opel Astra zwar gerade erst spendiert, aber neue Stoßdämpfer, Auspuff und Zylinderkopfdichtung war er mir dann doch nicht mehr wert. Ein neues (gebrauchtes) Auto sollte her, aber welches?
Insgesamt fahre ich eher wenig Auto – solange kein Bass zu transportieren ist, erledige ich das Meiste mit Fahrrad und ÖPNV-Jahreskarte. Und irgendwie passt ein Kontrabass ja in fast jedes Auto. Selbst ein Ford Fiesta, den ich mal geschenkt bekam und zwei Jahre fuhr, erwies sich als Kontrabass-kompatibel. Mein 123er Mercedes und der grandiose Volvo 245 ja sowieso. Lediglich der bildhübsche Saab 900, den ich mich mal Probe fuhr, fiel durch: es war ein 4-türer mit Kofferraumdeckel statt großer Heckklappe, und die Beifahrertür war so schmal, dass der Bass nicht am Armaturenbrett vorbei kam. Aber im Allgemeinen ist die Frage nicht ob, sondern wieviele Kontrabässe bekomme ich bequem ins Auto?
Zeit für eine kleine Statistik: Die meisten Bassbauer in meinem Bekanntenkreis fahren einen VW Bus. Aber auch die Modelle VW Sharan, Chrysler Voyager und Toyota Previa sind dabei und bieten problemlos Platz für mehrere Bässe. Meine Wahl fiel dann aber eine Nummer kleiner auf einen Citroën Xsara Picasso. Der hat ungefähr das selbe Format wie ein Opel Astra oder Golf Variant, ist aber durch seine Van-Form sehr viel geräumiger. (Ein ähnliche effizienten Formfaktor haben auch die konkurrierenden Minivans Renault Mégane Scenic und Opel Zafira.)
Xsara PicassoDer Clou beim Xsara Picasso sind die flexiblen Einzelsitze der Rückbank, die ruck-zuck umgeklappt oder komplett ausgebaut sind. Der mittlere Sitz bleibt bei mir eigentlich immer ausgebaut, um Platz für den Bass zu machen. Um zu Auftritten oder Proben zu fahren, lade ich den Bass dann auf der Zarge liegend durch die Heckklappe ein. Die Schnecke ragt dann etwas zwischen die Vordersitze, stört dort aber nicht, da man ja sehr hoch sitzt. Die beiden Rücksitze sichern den Bass gegen umfallen. Vier Personen, Kontrabass, Verstärker und sonstiges Zubehör – alles ist mühelos verstaut, ohne auch nur einen Sitz umklappen zu müssen. Das schafft kein Kombi. Natürlich passen nicht ganz so viele Bässe hinein wie in einen Sharan oder gar VW Bus. Aber mit nach vorne geschobenen Beifahrersitz habe ich schon problemlos drei Bässe im Xsara transportiert und würde vielleicht sogar noch einen vierten hinein bekommen.

Neuerscheinungen

Der Eres Verlag und die Edition Wallhall informieren über Neuerscheinungen für den Kontrabass:

  • Der Bassbär – Kontrabassschule für kleine Kontrabassisten
    von Reinhard Röhrs. „Diese Kontrabasschule für Kinder bietet einen stilistisch breitgefächerten Einstieg in die klassische Spielweise. Mit zahlreichen Abbildungen und CD zum Mitspielen.“ Eres-Verlag
  • 33 melodische Etüden für Kontrabass, von der halben bis zur siebten Lage
    von Erwin Nehrling (Gewandhausorchester Leipzig). Edition Wallhall/Verlag Franz Biersack, Magdeburg
  • Zoltan Gardonyi: Sonate „Il serioso es il giocoso“ (1957)
    für Kontrabass und Klavier, Edition Wallhall/Verlag Franz Biersack, Magdeburg
  • Henry Eccles (*1675 / †1745): Sonate in g-Moll, für Kontrabass und Basso Continuo
    Edition Wallhall/Verlag Franz Biersack, Magdeburg

† Hank Jones

Vor ein paar Tagen verstarb der großartige Pianist Hank Jones im Alter von 91 Jahren.  Jones trat bis kurz vor seinem Tod regelmäßig auf und stand auch auf dem Programm des New Yorker Jazzclubs Birdland für nächste Woche.

Wolfram Knauer, Leiter des Jazzinstituts Darmstadt, hat Hank Jones in den 1970er Jahren kennengelernt und würdigt ihn in einem sehr persönlichen Nachruf:

„ (…) Mehr als zwei Jahrzehnte später traf ich Hank Jones bei einem Konzert in Deutschland, bei dem er von einem weniger als adäquaten Bassisten begleitet wurde, der normalerweise in Dixielandbands spielte und eine harte Zeit hatte, Hanks harmonischen Ausflügen zu folgen. Trotzdem lächelte Hank Jones den ganzen ersten Set lang, und als ich ihn während der Pause ein wenig bedauerte, meinte er nur, “Ach, ich habe meinen Spaß!”, zwinkerte mir zu und sagte: “Wart’s ab…!” Und tatsächlich, im zweiten Stück des zweiten Sets sagte er ein “Basssolo unseres großartigen Kontrabassisten” an. Er hatte diesem vorher gesagt, er solle einfach nur Pfundsnoten auf 1 und 3 spielen und ihm den Rest überlassen. Der tat genau dies, und Hank Jones füllte den Rest mit pianistischen Verzierungen auf – nicht zu viel, nicht zu wenig –, und, man mochte es kaum glauben: Das Basssolo klang wunderbar! Da begriff ich, dass ich eine der Fähigkeiten Hank Jones’ erlebt hatte, die er in den Jahren gelernt hatte, als er in den Studios oft zweitklassige Sängerinnen begleiten musste. Während des ersten Sets war ich noch verärgert darüber gewesen, wie man ihm einen so schlechten Musiker beiseitestellen konnte; danach war ich froh darüber, erlebt zu haben, wie Hank Jones’ große Kunst einen Kollegen weit über seine Fähigkeiten gut klingen lassen konnte. Ich traf Hank ein paar weitere Male, zuletzt im vergangenen Sommer in Salzau. Er hatte große Ohren, Musik war sein Leben, und wir, die ihn im Konzert erleben durften, können uns glücklich schätzen. Danke, Hank Jones!“

Neues Produkt: Tonabnehmer-Befestigungsschelle

Manchmal sind es gerade die kleine Dinge, die das (Bassisten-) Leben einfacher machen. Die LANDO Tonabnehmer-Befestigungsschelle gehört bei mir jedenfalls zu diesen Dingen. Mit ihr lassen sich 1/2″-Klinkenbuchsen mit wenigen Handgriffen am Saitenhalter anbringen – oder auch wieder abmontieren. Sie wird aus schwarzem Kunststoff hergestellt und wiegt nur wenige Gramm. Zwei Unterlegscheiben aus Weichplastik sorgen dafür, das nichts klappert und dämpfen den Tonabnehmer gegen Resonanzen vom Saitenhalter ab.
www.kontrabass-atelier.de

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Kontrabass-Workshop und Konzert mit Martin Wind

30. Mai 2010
14:30

Der Workshop beginnt um 14.30 Uhr und endet um 18.00 Uhr. Das Konzert beginnt dann um 20.00 Uhr
Kosten: € 75,- für Workshop und Konzert, € 10,- für das Konzert. www.martinwind.com

Ort: Sünnenblink Musikwerkstatt (Heiner Windelband), Bramsche; www.suennenblink.de

Jazz oder Joy?

Der Sommer ist auch immer die Zeit der Open-Air-Jazzfestivals. In manchen Städten haben diese Jazzfestivals schon eine recht lange Tradition. Und allzu oft ist dann irgendwann aber die Luft raus: die Festivals heißen dann zwar noch „Jazzfestival“, aber der Jazz spielt nur noch eine Nebenrolle im Programm. So scheint es jetzt auch in Worms zu sein. In der aktuellen Ausgabe des Jazzpodiums wird dort halbseitig mit dem Claim „Back to the Roots“ das 20-jährige Jubiläum des Festivals „Worms: Jazz & Joy“ beworben. Auftreten werden: Nena, The Baseballs, Al die Meola, Marianne Rosenberg, und der „Tatort“-Pathologe Jan Josef Liefers. Allenfalls Al di Meola kann noch eine gewisse Nähe zum Jazz nachgesagt werden, der Rest des Programms ist schlicht und ergreifend Etikettenschwindel. Es sei denn, man versteht das Motto „Jazz & Joy“ als Gegensatzpaar.