Kolophonium

Das Kolophon oder auch Kolophonium wird aus Baumharz, in der Hauptsache Kiefernharz, hergestellt. Zur Harzgewinnung werden die Baumsttämme stellenweise von der groben Rinde befreit und mit V-förmigen Rillen versehen, die in einen Auffangbehälter münden. Hierein rinnt das Harz, das der Baum als Wundverschluß produziert. Bei der anschließenden Verarbeitung wird durch Destillation des Harzes wird das eigentliche Kolophonium gewonnen. Es wird u.a. für Schmiermittel, technische Fette, Kosmetika, Pharmazeutika, Pflaster-Klebeflächen, Kaugummi, Lacke und Farben un vieles mehr verwendet. Zur Verwendung mit Streichinsrumenten werden dem Rohkolophonium weitere Bestandteile beigemischt; so z.B. Terpentine, Wachse, Harze und auch Metalle bzw. Metallstäube von Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Blei, Meteoeisen. Diese Beimischungen sind für die unterschiedlichen Eigenschaften des Kolophoniums verantwortlich.
Zur Reinigung der Bogenhaare von Kolophoniumresten kann man Spiritus und eine saubere Zahnbürste verwenden. Dabei darf der Spiritus jedoch nicht mit der Bogenstange oder dem Baß in Berührung kommen, da sonst der Lack angelöst würde. Als weniger riskantes Lösemittel kommt auch Feuerzeug-Benzin in Frage.

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