Archiv für April 2010

Konzept-Konzert für Kontrabass-Reparatur

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Mein heutiger Link-Tipp ist etwas ziemlich Kurioses: Hans-Christian Jaenicke bekam einen reparaturbedürftigen Kontrabass geschenkt, unter der Bedingung, damit „in irgendeiner Form“ Kunst zu machen. Das brachte ihn auf die Idee, bereits die Reparatur als Performance-Konzert durchzuführen. Die Protagonisten:  3 Spieler; Kontrabass, mikrofoniert, alarmgesicherter Boden; Werkzeuge, mikrofoniert; Heizplatte, mikrofoniert; Bogen; Knochenleim, Bass-Zwingen, Lautsprecher.
Das Ergebnis lässt sich auf seiner Website betrachten und anhören.

Jazzahead in Bremen

22. April 2010bis25. April 2010

Morgen öffnet die Jazzahead in Bremen ihr Tore. Die Jazzahead ist eine Messe rund um den Jazz, und bietet neben den messetypischen Austellungsangeboten auch ein Rahmenprogramm mit Konzerten:
„Die Premiere zum Auftakt: erste Overseas Night Der Eröffnungsabend der fünften Ausgabe der jazzahead! steht ganz im Zeichen von Jazz aus Übersee. In insgesamt vier Konzerten erhalten bei der ersten Overseas Night Künstler, die von den ausgewählten Partnerregionen Asien und Kanada entsendet werden, die Möglichkeit ihre Bands im angrenzenden Kulturzentrum Schlachthof zu präsentieren.
Messe: Ausstellerrekord! Während 2009 über 232 Aussteller aus rund 15 verschiedene Länder im Ausstellungsbereich vertreten waren, können wir uns dieses Jahr auf ganze 276 Aussteller aus 23 Nationen freuen. Außerdem gibt es wieder zahlreiche Gemeinschaftsstände aus Canada, Frankreich, England, Katalonien, Finnland, Norwegen, Dänemark, Schweiz, Österreich und viele mehr.“

Unbelievable.

Johannes hat mir heute einen Linktipp zugeschickt, der es in sich hat: Daryl Johns, ein 12jähriger Bassist aus New Jersey/USA. Und was für einer. Mehr von Daryl und seinen nicht minder beeindruckenden Mitmusikern gibt es (natürlich …) auf YouTube. Da bleibt mir doch die Spucke weg.
(Update: der o. a. Youtube-Link ist der Channel von Daryls Pianisten; Videos mit Daryl stehen dort weiter unten in der Liste.)

Linktipp: Red Mitchell

Die bereits 1992 verstorbene Basslegende Red Mitchell hat nun auch, posthum, eine eigene Website: www.redmitchell.com. Neben bio- und diskografischen Informationen, Fotos und Videos bietet die Website ein Forum und einen MP3-Webshop.

Red Mitchell gehörte zu den stilprägenden Bassisten der 1950er Jahre. In den 1960er Jahren stieg er, als einer der ersten, von Quart- auf Quintstimmung um. Weniger bekannt ist Red Mitchell als Pianist, Sänger, Komponist und Textdichter - ein Band mit Kompositionen Red Mitchells kann man kostenlos als PDF herunterladen.

[Danke für den Tipp, Markus Quabeck]

Neuartiger Stimmstock-Setzer

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Wer nur gelegentlich und ungeübt den klassischen, S-förmigen Stimmstocksetzer in die Hand nimmt, für den ist das Einsetzen eines umgefallenen Stimmstocks eine fummelige Herausforderung. Der Gemini Soundpost Setter kann hier Abhilfe schaffen: der Stimmstock wird mit einer Nylonschnur in der Führungshülse festgehalten. So lässt er sich einfacher an Ort und Stelle bugsieren, ohne dass er sich unbeabsichtigt vom Werkzeug löst. Steht der Stimmstock richtig, wird die Nylonschnur von außen gelöst und das Werkzeug entnommen.

In eigener Sache

Dem Einen oder Anderen mag bereits aufgefallen sein, dass der Artikel über die öffentliche Kritik, mit der sich der E-Bass-Hersteller Warwick zur Zeit konfrontiert sieht, nicht mehr erreichbar ist. Ein Musikalienhändler hatte letzte Woche in einem Blog-Kommentar dazu über Probleme berichtet, die er als Fachhandelskunde mit Warwick als Lieferanten hat. Warwick forderte den Musikalienhändler daraufhin über einen Anwalt auf, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Ich habe mich deswegen entschlossen, der Bitte des Musikalienhändlers zu entsprechen und den Text zunächst vom Netz zu nehmen.
(Links: Bassblogger und Bassic.ch.)

Neuerscheinung: Buch über Jazzbassisten

4198k0qxybl_sl500_aa300_.jpg„Jazz Bass Artists of the 1950s“ ist der Titel eines gerade in englischer Sprache erschienen Buches über Jazzbassisten.

Anders als der Titel vermuten lässt, beschränkt sich der Autor Dave Hunt dabei nicht streng auf die Nachkriegsdekade. Allerdings nahmen die Karrieren einiger der wichtigsten und herausragensten Jazzbassisten in diesen Jahren ihren Anfang, so dass diese Epoche nicht zu Unrecht der Ausgangspunkt seiner Betrachtungen ist. Hunt geht sehr systematisch vor: in einer Timeline werden wichtige biografische Stationen eines Bassisten in Stichworten zusammengefasst. Seine Artikel lockert er durch zahlreine Randbemerkungen, Querverweise und Anekdoten auf. Den Abschluss eines Kapitels bilden die kommentierten Hör-Vorschläge des Autors.
Dave Hunt kann dabei auf einen reichen Schatz an Wissen und Erinnerungen zurückgreifen. Viele der Bassisten, über die er schreibt, hat er selbst live erlebt, und über Jahrzehnte viele Quellen und Aufnahmen gesammelt und archiviert. Durch den systematische Ansatz und die Akribie des Autors ist das Buch ein hervorragendes Nachschlagewerk, liest sich bisweilen aber etwas sperrig. Ein Fachbuch für Freaks also – ein am Thema Jazzbass nicht oder nur oberflächlich Interessierter wird es sicher nach wenigen Minuten aus der Hand legen. Überraschenderweise ist Hunt aber selbst nicht Bassist, sondern Schlagzeuger. (Und wenn er nicht gerade Jazz hört, beschäftigt er sich auch gerne mit dem amerikanischen Bürgerkrieg sowie deutschen Panzern und Flugzeugen des 2. Weltkrieges, wie der Klappentext verrät.)
Beim Cover-Layout des Buches hat der Verlag leider daneben gegriffen: ein Buch über den Jazz der 1950er Jahre im 70er-Jahre-Retro-Design? Oje, welch ein gestalterischer Fauxpas. Auch wäre im Offsetdruck aus den Abbildungen sicher mehr herauszuholen gewesen, als dies im verwendeten digitalen Laserdruck der Fall ist. Auch die Lesbarkeit des Textes leidet zum Teil unter der (völlig überflüssigen) Rasterung der Schrift. Aber für einen Preis von 20 € sollte man da fairerweise nicht zu anspruchsvoll sein.

Arbeitstreffen PAK

24. April 2010

23. Arbeitstreffen der PAK Bayern in Nürnberg, www.pak.musikschulen-bayern.de