Aufmerksame Lesern haben vielleicht den neuen orange-grüne Button in der Seitenleiste bemerkt: der flattr-Button. flattr ist ein neuer Micropayment-Dienst, der mir heute morgen auf taz.de und fscklog.de aufgefallen ist. flattr ist eine einfache Möglichkeit zur Geldverteilung an Netzinhalte, die man gerne liest, sieht, hört oder nutzt. Bei den klassischen Printmedien wie Zeitung und Magazinen funktioniert die Finanzierung über die Werbeeinahmen und die Verkaufserlöse. Doch im Internet funktioniert das nicht, obwohl der eine oder andere gerne bereit wäre, seiner Wertschätzung auch monetär Ausdruck zu verleihen und für konsumierte Netzinhalte freiwillig etwas zu zahlen. Den meisten ist es aber einfach zu umständlich, sich wegen 20 Cent irgendwo einzuloggen, oder gar eine Banküberweisung auf den Weg zu bringen. Von Sicherheitsaspekten mal ganz abgesehen.
Die neue Idee hinter flattr ist so einfach wie überzeugend: als Mitglied bei flattr (das ich nun bin) zahlt man jeden Monat einen beliebigen Betrag ein, mindestens jedoch 2 €. Gefällt einem eine Website (oder Artikel, Foto, Musikstück, Software, …), so klickt man auf den flattr-Button (sofern vorhanden). Am Ende eines Monats wird der gezahlte Betrag unter allen angeklickten flattr-Empfängern verteilt – hat man z.B. nur einen Artikel für gut befunden, bekommt der Autor die 2 € komplett; hat man 200 angeklickt, bekommt jeder Autor einen Cent. Um all das muss man sich als Konsument aber dann gar nicht kümmern – ein Mausklick genügt jeweils, um jemanden etwas Gutes zu tun.
Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele meiner Lieblingswebsites sich rasch einen flattr-Button zulegen, damit ich mein Geld auch sinnvoll adressieren kann …
(mehr dazu auch hier: Spreeblick)
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